Orientiert an Ø 811.000 € (2024)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Kaufpreis Apotheke | 480.000 € |
| Warenlager | 190.000 € |
| Modernisierung | 70.000 € |
| Digitalisierung | 40.000 € |
| Liquiditätsreserve | 31.000 € |
| Gesamt | 811.000 € |
Keine verbindliche Zusage. Konditionen bonitätsabhängig.
Eine Apotheke übernehmen heißt: Kaufpreis, Warenlager und Anlaufliquidität in einer Struktur zusammenbringen. Wer nur den Kaufpreis finanziert, steht am ersten Tag ohne Betriebsmittel da.
Ja, das Warenlager wird getrennt vom Kaufpreis finanziert: Es läuft in der Regel als eigener Finanzierungsbaustein neben dem Kaufpreisdarlehen. Die apoBank weist beide Posten getrennt aus (2023 im Schnitt 530.000 € Kaufpreis, 120.000 € Warenlager). Bewertung und Stichtag regelt der Kaufvertrag, deshalb sollte die Finanzierung von Anfang an flexibel genug strukturiert sein.
Die apoBank weist Kaufpreis und Warenlager getrennt aus: 2023 lagen sie im Schnitt bei 530.000 € und 120.000 €. Die Gesamtinvestition einer Existenzgründung durch Übernahme betrug 2024 durchschnittlich 811.000 €, 2025 waren es 673.000 €.
Was kostet die Übernahme einer Apotheke? Nach der apoBank-Analyse für 2024 (Pressemitteilung vom 25.09.2025) lag die erstmalige Übernahme bei durchschnittlich 811.000 € Gesamtinvestition. Für 2025 nennt die apoBank (Pressemitteilung vom 14.09.2026) 673.000 € inklusive Übernahmepreis, Warenlager, Investitionen und Betriebsmitteln, den durchschnittlichen Kaufpreis von 461.000 € bezeichnet sie als niedrigsten Wert seit vielen Jahren.
Durchschnittswerte sagen wenig über Ihren Fall. Die apoBank beschreibt die Spanne selbst als beachtlich: 2025 wechselte jede achte Apotheke für höchstens 50.000 € den Eigentümer, jeder zehnte Existenzgründer zahlte eine Million Euro oder mehr (2024 war es noch jeder fünfte). Standort, Bestandsgröße und Modernisierungsstau bestimmen die tatsächliche Struktur.
| Gründungsjahr | Gesamtinvestition | Kaufpreis | Anteil Übernahmen an den Gründungen |
|---|---|---|---|
| 2023 | 713.000 € | 530.000 € | 56 % |
| 2024 | 811.000 € | 584.000 € | 58 % |
| 2025 | 673.000 € | 461.000 € | 61 % |
Es läuft in der Regel als eigener Finanzierungsbaustein neben dem Kaufpreisdarlehen. Das Warenlager ist ein eigener Kaufgegenstand, den die Käufer neben Kaufpreis und sonstigen Investitionen bezahlen. Wie es bewertet wird und zu welchem Stichtag, regelt der Kaufvertrag.
Was macht die Finanzierung besonders, wenn Sie eine Apotheke übernehmen? Bei einer Praxisübernahme kaufen Sie Substanz und Goodwill, bei einer Apotheke kommt der Arzneimittelbestand hinzu. Dass er ein eigener Posten ist, zeigt die apoBank-Statistik: Sie unterscheidet Kaufpreis, Warenlager und sonstige Investitionen, und es gibt Übernahmen, bei denen ausschließlich das Warenlager gekauft wird.
Für die Finanzierung folgt daraus, dass die Linie von Anfang an Spielraum für die Lagerbewertung vorsehen sollte, statt nachverhandelt zu werden, wenn der Notartermin schon steht. Vereinbaren Sie im Kaufvertrag, nach welcher Methode und zu welchem Stichtag das Lager bewertet wird, und klären Sie das mit der Bank, bevor die Finanzierung zugesagt ist.
Für Warenlager und Anlaufphase kommt ein Betriebsmittelkredit in Betracht, der getrennt vom Kaufpreisdarlehen geführt wird. Ob und in welcher Höhe er passt, hängt von Bank, Sicherheiten und Planung ab. Mehr dazu unter Betriebsmittel und Liquidität.
Die Erlaubnis nach § 1 Abs. 2 ApoG gilt nur für den Apotheker, dem sie erteilt ist, und für die in der Urkunde bezeichneten Räume (§ 1 Abs. 3 ApoG). Als Käufer brauchen Sie deshalb eine eigene Erlaubnis der zuständigen Behörde. In Hamburg sind dafür ca. 6 Wochen einzuplanen, nachdem alle Unterlagen vollständig vorliegen (Merkblatt der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz, Stand 10/2025).
Für die Finanzierung heißt das: Der Übergabetermin steht nicht allein durch Verhandlung und Kaufvertrag fest, sondern auch durch die Behörde. Finanzierungszusage und Lagerbewertung sollten so terminiert werden, dass sie zur Bearbeitungszeit passen. Die Angaben gelten für Hamburg, andere Bundesländer können abweichen, fragen Sie die zuständige Behörde.
Keine stille Beteiligung, keine umsatzabhängige Vergütung. Nach § 8 ApoG sind Beteiligungen als Stille Gesellschaft unzulässig, ebenso Vereinbarungen, bei denen die Vergütung für ein Darlehen oder überlassene Vermögenswerte am Umsatz oder Gewinn der Apotheke ausgerichtet ist, auch bei Mietverträgen. Mehrere Personen können eine Apotheke nur als GbR oder OHG betreiben, und alle Gesellschafter brauchen die Erlaubnis. Das schränkt ein, welche Finanzierungspartner und Modelle überhaupt in Frage kommen.
Die folgenden zwei Modellrechnungen zeigen zwei plausible Zusammensetzungen für ein durchschnittliches und ein hochpreisiges Preissegment. Sie beschreiben keine echten Fälle.
Die erste Modellrechnung summiert sich auf den apoBank-Durchschnitt der Gesamtinvestition 2024 (811.000 €). Die zweite liegt über der Schwelle von einer Million Euro, die 2024 jede fünfte, 2025 jeder zehnte Existenzgründer erreichte; sie ist ein Rechenbeispiel, kein gemessener Durchschnitt. Die Aufteilung auf die Posten ist in beiden Fällen illustrativ, das Warenlager lag etwa 2023 im Schnitt bei 120.000 €. Ihre tatsächliche Struktur hängt an Standort, Bestandsgröße und Modernisierungsstau der konkreten Apotheke.
Die wirtschaftliche Bewertung einer Apothekenübernahme stützt sich auf mehr als die reinen Geschäftszahlen: Standort, Konkurrenzsituation, Kundenstruktur und künftiger Investitionsbedarf entscheiden mit. Banken prüfen deshalb regelmäßig:
Gerade bei älteren Betrieben lohnt es sich, den Modernisierungsbedarf schon in der Finanzierung mitzudenken, statt ihn nach der Übernahme separat nachzufinanzieren. Welche Unterlagen Banken im Einzelnen sehen wollen, steht unter Unterlagen für die Praxisfinanzierung.
Stand und Quellen. Angaben nach den apoBank-Pressemitteilungen zu den Apothekengründungen 2023, 2024 und 2025 (vom 05.09.2024, 25.09.2025 und 14.09.2026), dem Apothekengesetz (§§ 1, 8, gesetze-im-internet.de) und dem Merkblatt zur Apothekenbetriebserlaubnis der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz Hamburg (Stand 10/2025), geprüft am 04.10.2026. Preise und Bearbeitungszeiten ändern sich. Diese Seite ist Finanzierungsberatung, keine Rechts- oder Steuerberatung (§ 1 StBerG, RDG), ohne Gewähr. Die steuerliche Würdigung Ihres Vorhabens gehört zu Ihrem Steuerberater.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Kaufpreis Apotheke | 480.000 € |
| Warenlager | 190.000 € |
| Modernisierung | 70.000 € |
| Digitalisierung | 40.000 € |
| Liquiditätsreserve | 31.000 € |
| Gesamt | 811.000 € |
Keine verbindliche Zusage. Konditionen bonitätsabhängig.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Kaufpreis Apotheke | 620.000 € |
| Warenlager | 250.000 € |
| Modernisierung | 100.000 € |
| Digitalisierung | 50.000 € |
| Liquiditätsreserve | 80.000 € |
| Gesamt | 1.100.000 € |
Keine verbindliche Zusage. Konditionen bonitätsabhängig.
Modellrechnungen ohne Gewähr. Keine verbindlichen Angebote. Konditionen variieren je nach Bonität, Objekt und Bank. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Digitalisierung, Automatisierung oder eine Modernisierung der Verkaufsräume gehören bei übernommenen Apotheken häufig zu den Investitionen nach dem Eigentümerwechsel. Sinnvoll ist, den Bedarf schon in die Gesamtfinanzierung einzuplanen, statt ihn später separat nachzufinanzieren.
Sie überbrückt die Übergangsphase, in der sich Kundenstamm und Lieferantenbeziehungen erst neu einspielen. Sie ist unabhängig von den Investitionen in Kaufpreis und Warenlager zu planen. Die apoBank rechnet Betriebsmittel zur Gesamtinvestition.
Banken verlangen in der Regel Businessplan, Investitions- und Liquiditätsplanung, betriebswirtschaftliche Auswertungen der Apotheke sowie Unterlagen zu Warenlager und Mietverhältnis. Die Behörde fordert für die Erlaubnis eigene Unterlagen, etwa Kaufvertrag und Nachweis der Räume.
Die Behörde in Hamburg nennt ca. 6 Wochen, nachdem alle Unterlagen vollständig vorliegen (Merkblatt, Stand 10/2025). Andere Bundesländer können abweichen. Planen Sie Übergabetermin und Finanzierungszusage mit ausreichend Vorlauf.
Nur eingeschränkt. Nach § 8 ApoG sind Beteiligungen als Stille Gesellschaft unzulässig, ebenso Vereinbarungen, bei denen die Vergütung für ein Darlehen am Umsatz oder Gewinn der Apotheke ausgerichtet ist. Klären Sie jede Konstruktion mit einem Fachanwalt, bevor Sie sie in die Finanzierung aufnehmen.
Laut apoBank lag der durchschnittliche Kaufpreis einer übernommenen Apotheke 2025 bei 461.000 €, nach 584.000 € im Jahr 2024. Die Gesamtinvestition sank von 811.000 € auf 673.000 €. Die Spanne bleibt groß, Durchschnitte sind nur Orientierung.
Ein Betriebsmittelkredit finanziert laufende Mittel wie Warenlager und Anlaufliquidität und wird getrennt vom Kaufpreisdarlehen geführt. Welche Form für Sie passt, hängt von Planung, Sicherheiten und Bank ab. Eine Zusage lässt sich daraus nicht ableiten.
Wer eine Apotheke betreibt, darf nach § 1 Abs. 2 ApoG bis zu drei Filialapotheken führen. Laut apoBank kauften 2025 31 % der Gründer eine Apotheke, um sie als Filiale einzubinden. Für die Filiale ist ein Verantwortlicher zu benennen (Merkblatt Hamburg).
Unverbindliche Erstberatung kostenlos. Wir strukturieren Kaufpreis, Warenlager und Betriebsmittel als drei getrennte Finanzierungsbausteine.
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