Rechner · Kaufnebenkosten

Nebenkostenrechner Hauskauf — Grunderwerbsteuer berechnen

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler kommen zusätzlich zum Kaufpreis — und Banken finanzieren sie in der Regel nicht mit. Rechnen Sie durch, wie viel Sie als Eigenkapital bereithalten müssen.

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf in Deutschland?

Die Kaufnebenkosten liegen je nach Bundesland meist zwischen 9 % und 15 % des Kaufpreises. Größter Posten ist die Grunderwerbsteuer — sie reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in mehreren westdeutschen Ländern und ist gesetzlich festgelegt (§11 GrEStG), nicht verhandelbar. Dazu kommen Notar und Grundbucheintrag mit zusammen rund 1,5 bis 2,0 % sowie, bei Einschaltung eines Maklers, eine Provision von meist 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer. Wichtig für die Finanzierung: Nebenkosten werden von den meisten Banken nicht mitfinanziert, sie müssen aus Eigenkapital kommen. Wer zu knapp kalkuliert, gerät bei der Anschlussfinanzierung schnell in eine 100-%- oder sogar 110-%-Finanzierung mit entsprechendem Zinsaufschlag. Der Rechner unten zeigt die Summe für Ihr Bundesland und Ihren Kaufpreis. Keine Rechts- oder Steuerberatung.

Die Kaufnebenkosten liegen in Deutschland meist zwischen rund 8 % und 13 % des Kaufpreises. Der größte und regional unterschiedlichste Posten ist die Grunderwerbsteuer: Sie hängt allein vom Standort der Immobilie ab (nicht von Ihrem Wohnsitz) und reicht 2026 von 3,5 % bis 6,5 %. Notar und Grundbuch schlagen zusammen mit rund 2 % zu Buche, die Maklerprovision je nach Region und Aufteilung.

Sechzehn waagerechte Balken, je Bundesland einer, gestapelt aus Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch. Die Kaufnebenkosten ohne Maklercourtage reichen von 5,5 % in Bayern bis 8,5 % in Schleswig-Holstein; Notar und Grundbuch sind bundesweit gleich, den Unterschied macht allein die Grunderwerbsteuer.

Ohne Maklercourtage liegen die Kaufnebenkosten zwischen 5,5 % in Bayern und 8,5 % in Schleswig-Holstein. Notar (1,5 %) und Grundbuch (0,5 %) fallen bundesweit gleich an, den Unterschied macht allein die Grunderwerbsteuer. Auf 400.000 € Kaufpreis sind das 22.000 € gegenüber 34.000 € — Geld, das die Bank in aller Regel nicht mitfinanziert.

Quelle: Landesgesetze zur Bestimmung des Steuersatzes nach § 11 Abs. 1 GrEStG; Sätze gegen zwei unabhängige Übersichten geprüft · Stand 25.07.2026 · Notar und Grundbuch: eckwerte.json → nebenkosten, Stand 20.08.2026

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Ihre Kaufnebenkosten — schnell geschätzt

Kaufpreis und Bundesland eingeben; Notar-, Grundbuch- und Maklersatz sind mit üblichen Werten vorbelegt und anpassbar.

Ihre Kaufnebenkosten (Richtwert)
Grunderwerbsteuer ()
Notar
Grundbuch
Makler
Nebenkosten gesamt ()
Kaufpreis + Nebenkosten

Unverbindliche Orientierung. Wie sich der Notaranteil zusammensetzt und warum Banken ihn nicht mitfinanzieren, steht auf der Seite Notarkosten beim Hauskauf. Notar- und Grundbuchkosten variieren je nach Beurkundung und Grundschuldhöhe; der Grunderwerbsteuer-Satz ist Stand 2026 hinterlegt. Nebenkosten müssen in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden, da Banken sie meist nicht mitfinanzieren.

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Der unterschätzte Posten

Warum eine zu knappe Reserve teuer wird

Wer die Nebenkosten zu knapp kalkuliert, gerät nicht selten in eine Situation, in der die Bank die fehlende Differenz zusätzlich finanzieren muss — mit spürbaren Folgen: Ein höherer Beleihungsauslauf bedeutet in aller Regel einen Zinsaufschlag, und manche Bank lehnt eine Vollfinanzierung inklusive Nebenkosten von vornherein ab. Eine belastbare Reserve über die reine Rechnersumme hinaus schützt zudem vor Überraschungen wie einer Nachforderung beim Notar oder einer höheren Maklerprovision als angenommen.

Die zweite Falle liegt im Timing: Grunderwerbsteuer und Notarkosten werden vor der Auszahlung des Darlehens fällig — wer sie nicht liquide bereithält, verzögert den gesamten Kaufprozess.

FAQ

Häufige Fragen zu den Kaufnebenkosten

Zählt für die Grunderwerbsteuer mein Wohnsitz oder die Lage der Immobilie?
Ausschließlich die Lage der Immobilie. Ihr Wohnsitz, Ihre Staatsbürgerschaft oder Ihr Arbeitsplatz spielen keine Rolle — der Satz richtet sich nach dem Bundesland, in dem das Objekt liegt.
Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?
In der Regel nicht: Banken finanzieren meist nur bis zum Beleihungswert der Immobilie, nicht die Nebenkosten. Diese müssen üblicherweise aus Eigenkapital kommen. In Einzelfällen gibt es Vollfinanzierungen inklusive Nebenkosten — das hängt stark von Bonität und Objekt ab.
Ist der hinterlegte Steuersatz aktuell?
Die Sätze sind auf dem Stand 2026 hinterlegt. Da die Bundesländer den Satz selbst festlegen und gelegentlich ändern, prüfen wir den maßgeblichen Satz vor jedem konkreten Vorhaben gegen.
Wie setzt sich die Grunderwerbsteuer zusammen?
Sie wird auf die Gegenleistung berechnet — im Regelfall den notariellen Kaufpreis. Mitgekaufte bewegliche Sachen wie eine Einbauküche zählen nicht dazu, wenn sie im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen sind. Der Steuersatz selbst ist Ländersache und reicht je nach Bundesland von 3,5 % bis 6,5 %.
Wer muss die Grunderwerbsteuer bezahlen?
Rechtlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam. In der Praxis legt der Kaufvertrag sie fast immer dem Käufer auf, und das Finanzamt wendet sich an ihn. Erst wenn er nicht zahlt, kann es den Verkäufer in Anspruch nehmen.
Wer ist von der Grunderwerbsteuer befreit?
Das Grunderwerbsteuergesetz nennt in §3 mehrere Ausnahmen. Die praktisch wichtigsten: der Erwerb zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern, der Erwerb zwischen Verwandten in gerader Linie — also etwa Eltern an Kind —, der Erwerb von Todes wegen und die Schenkung. Außerdem gibt es eine Bagatellgrenze für sehr geringe Gegenleistungen.
Wie kann ich die Grunderwerbsteuer umgehen?
Umgehen im eigentlichen Sinn nicht — aber die Bemessungsgrundlage lässt sich legal senken. Bewegliches Inventar, das nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist, gehört gesondert in den Kaufvertrag und bleibt dann außen vor. Das Finanzamt prüft die Werte allerdings auf Plausibilität; überzogene Ansätze werden gestrichen.
Wie hoch sind Grunderwerbsteuer und Notar zusammen?
Die Grunderwerbsteuer richtet sich nach dem Bundesland und liegt zwischen 3,5 % und 6,5 %. Dazu kommen üblich rund 1,5 % für den Notar und rund 0,5 % für das Grundbuch. Der Rechner auf dieser Seite addiert alle Posten für Ihre Konstellation.
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