Rechner · Kapitalanlage

Mietrenditerechner

Die Bruttomietrendite steht in jedem Exposé — die ehrlichere Zahl ist die Nettomietrendite: mit Nebenkosten und den nicht umlagefähigen Kosten. Rechnen Sie beide durch.

Information

Die Bruttomietrendite setzt die Jahres-Kaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis — ein schneller erster Blick. Die Nettomietrendite ist realistischer: Sie rechnet die Kaufnebenkosten in das eingesetzte Kapital ein und zieht die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, nicht umlagefähige Anteile) von der Miete ab. Finanzierung und Steuer sind hier bewusst nicht enthalten — beides ist individuell.

Mietrenditerechner

Brutto- und Nettomietrendite

Kaufpreis, Nebenkosten, Jahres-Kaltmiete und jährliche nicht umlagefähige Kosten eingeben.

Ihre Rendite (Richtwert)
Bruttomietrendite
Nettomietrendite
eingesetztes Kapital

Unverbindliche Orientierung. Ohne Finanzierung und ohne steuerliche Effekte (AfA, Werbungskosten, persönlicher Steuersatz) — diese sind individuell und gehören in die Steuerberatung. Für die Finanzierung einer Kapitalanlage berate ich §34i-konform, ohne Steuerberatung.

FAQ

Häufige Fragen zur Mietrendite

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?
Die Bruttomietrendite ist die Jahres-Kaltmiete geteilt durch den Kaufpreis. Die Nettomietrendite bezieht die Kaufnebenkosten in das eingesetzte Kapital ein und zieht die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten von der Miete ab — sie ist die realistischere Kennzahl.
Sind Finanzierung und Steuer enthalten?
Nein. Der Rechner zeigt die Objektrendite vor Finanzierung und Steuer. Zinskosten, AfA, Werbungskosten und Ihr persönlicher Steuersatz verändern das Bild individuell — steuerliche Fragen gehören zu Ihrem Steuerberater.
Finanzieren Sie auch Kapitalanlagen für Anleger im Ausland?
Ja — das ist einer meiner Schwerpunkte. Für Steuerausländer und Expats gibt es eigene Wege; entscheidend ist die passende Bank für die jeweilige Konstellation.
Die Zahl, die auf dem Exposé steht

Bruttorendite ist eine Werbeaussage, keine Kennzahl

Die Rendite, mit der ein Objekt beworben wird, ist fast immer die Bruttomietrendite: Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis. Sie ist einfach zu rechnen — und sie ignoriert alles, was Geld kostet.

Sie ignoriert die Kaufnebenkosten, die je nach Bundesland 8 bis 15 Prozent auf den Kaufpreis aufschlagen und die Sie aus eigener Tasche zahlen. Sie ignoriert die nicht umlagefähigen Kosten: Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfallwagnis. Und sie ignoriert die Steuer. Zwischen einer beworbenen Bruttorendite und dem, was am Jahresende tatsächlich übrig bleibt, liegt regelmäßig mehr als die Hälfte.

Der Rechner oben zeigt deshalb beides. Die Nettorendite ist die ehrlichere Zahl — und sie ist immer noch eine Modellrechnung, keine Renditezusage.

Was die Bank stattdessen rechnet

Rendite interessiert Ihre Bank nicht

Das überrascht die meisten Anleger. Die Bank prüft keine Rendite. Sie prüft die Kapitaldienstfähigkeit — ob die Rate bezahlbar ist. Dafür setzt sie die Nettokaltmiete mit einem Sicherheitsabschlag an und stellt sie Ihrer Belastung gegenüber. Ein Objekt mit hervorragender Rendite auf dem Papier kann an dieser Rechnung scheitern, wenn die Bank die Miete konservativ ansetzt oder den Beleihungswert unter dem Kaufpreis sieht.

Umgekehrt gilt: Wie hoch der Abschlag ausfällt, ist eine Hausentscheidung und unterscheidet sich stark. Genau darin liegt bei Kapitalanlagen der eigentliche Hebel — nicht im Zins. Mehr dazu unter Kapitalanleger.

Ein letzter Punkt, den kein Rechner abbildet: der Cashflow. Deckt die Miete nach Abschlägen die Rate nicht, zahlen Sie monatlich zu. Das kann eine bewusste Entscheidung sein — sie muss nur eine bewusste sein und auch einen Leerstand überstehen.