Praxisbericht · Baufinanzierung · Lebenssituation

Baufinanzierung in der Elternzeit: der Zeitpunkt hängt nicht am Kontostand

Viele Familien glauben, ein Hauskauf während der Elternzeit sei grundsätzlich ausgeschlossen.

Rahmen dieses Falls: gesichertes Haushaltseinkommen, Nebenkosten aus Eigenmitteln. Ein Nein hat drei Gründe: die Bonität, das Eigenkapital – oder die Kreditrichtlinie. Die ersten beiden verschiebt niemand. Der dritte ist unser Fach. Wann keine Baufinanzierung

Eckdaten

Zahlen im Kasten: 489.000 € Kauf, 110.000 € Eigenkapital

  • Kaufpreis: 489.000 €
  • Finanzierungsbedarf: 456.500 €
  • Eigenkapital: 110.000 €

Anonymisierte Fallangabe · keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · §34i GewO

Eckdaten auf einen Blick

  • Kaufpreis: 489.000 €
  • Renovierung und Außenanlagen: 31.000 €
  • Gesamtinvestition: 520.000 €
  • Erwerbsnebenkosten: 46.500 €
  • Eigenkapital: 110.000 €
  • Finanzierungsbedarf: 456.500 €

Anonymisierte Fallangaben · keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben.

Typischer, anonymisierter Praxisfall. Personen, Orte und einzelne Finanzierungsdaten wurden zum Schutz der Privatsphäre angepasst. Der Ablauf entspricht einer typischen Beratungssituation bei Baufinanzierungen für selbstgenutzte Immobilien.

Elterngeld zählt mit — die Bank rechnet mit dem dauerhaften Einkommen

Viele Familien glauben, ein Hauskauf während der Elternzeit sei grundsätzlich ausgeschlossen. Tatsächlich kommt es jedoch nicht nur auf das aktuelle Einkommen an, sondern auf die gesamte wirtschaftliche Situation und die langfristige Perspektive. Genau das zeigte dieser Beratungsfall.

Tochter sechs Monate alt, Mutter im ersten Jahr Elternzeit

Ein Ehepaar Anfang 30 lebte mit seiner sechs Monate alten Tochter in einer Dreizimmerwohnung. Der Vater war unbefristet in Vollzeit beschäftigt, die Mutter befand sich im ersten Jahr der Elternzeit. Bereits vor der Geburt war vereinbart worden, nach zwölf Monaten in eine Teilzeitbeschäftigung beim bisherigen Arbeitgeber zurückzukehren.

Das Paar fand ein modernes Einfamilienhaus mit 152 Quadratmetern Wohnfläche in einer familienfreundlichen Wohnlage.

Zusätzlich sollten noch verschiedene Arbeiten durchgeführt werden, darunter Malerarbeiten, neue Bodenbeläge in den Schlafräumen und die Gestaltung der Außenanlagen.

Finanzierungsübersicht

  • Kaufpreis: 489.000 Euro
  • Renovierung und Außenanlagen: 31.000 Euro
  • Gesamtinvestition: 520.000 Euro
  • Erwerbsnebenkosten: 46.500 Euro
  • Eigenkapital: 110.000 Euro
  • Finanzierungsbedarf: 456.500 Euro

Die Rate muss schon im Elternzeitjahr tragbar sein

Während der Elternzeit lag das verfügbare Einkommen deutlich unter dem später geplanten Familieneinkommen. Gleichzeitig wollte das Ehepaar die seltene Gelegenheit nutzen, da vergleichbare Häuser in dieser Wohnlage kaum angeboten wurden.

Die Finanzierung musste deshalb bereits während der Elternzeit tragbar sein und gleichzeitig genügend Spielraum für die kommenden Jahre bieten.

Rückkehr in Teilzeit und Haushaltsrechnung mitgerechnet

Neben dem aktuellen Einkommen wurden die langfristige Einkommensentwicklung, die geplante Rückkehr der Mutter in den Beruf sowie die gesamte Haushaltsrechnung betrachtet.

Die Immobilie überzeugte durch ihren guten Zustand und einen marktgerechten Kaufpreis. Sämtliche Renovierungsmaßnahmen wurden bereits vor dem Kauf detailliert kalkuliert und vollständig in die Finanzierung aufgenommen.

Kaufpreis plus 31.000 € für Renovierung und Außenanlagen

Die Finanzierung umfasste den Kaufpreis sowie sämtliche geplanten Renovierungsarbeiten.

Dadurch standen alle benötigten Mittel unmittelbar nach der Eigentumsumschreibung zur Verfügung. Das junge Paar konnte sämtliche Arbeiten abschließen, bevor das Haus vollständig eingerichtet wurde.

Eine langfristige Sollzinsbindung, eine solide Tilgung und flexible Sondertilgungsmöglichkeiten sorgten zusätzlich für Planungssicherheit.

Einzug noch in der Elternzeit, später Luft für Sondertilgung

Noch während der Elternzeit konnte die Familie in ihr neues Zuhause einziehen.

Als die Mutter wie geplant ihre Teilzeitbeschäftigung wieder aufnahm, verbesserte sich die Haushaltsrechnung zusätzlich. Dadurch entstand weiterer finanzieller Spielraum für Rücklagen und freiwillige Sondertilgungen.

Heute verfügt die Familie über ein Eigenheim, das genügend Platz für die kommenden Lebensjahre bietet und gleichzeitig auf einer nachhaltig geplanten Finanzierung basiert.

Nicht nur das heutige Einkommen zählt, sondern die Entwicklung

Eine Elternzeit muss den Traum vom Eigenheim nicht zwangsläufig verschieben. Entscheidend ist eine Finanzierung, die nicht nur das heutige Einkommen berücksichtigt, sondern die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der Familie.

Ebenso wichtig ist es, sämtliche geplanten Renovierungsmaßnahmen bereits vor dem Kauf vollständig zu kalkulieren und gemeinsam mit dem Kaufpreis zu finanzieren.

Häufige Fragen

Ist eine Finanzierung während der Elternzeit grundsätzlich möglich?

Ja. Jede Finanzierung wird individuell geprüft. Maßgeblich ist die gesamte wirtschaftliche Situation und nicht ausschließlich das aktuelle Einkommen.

Warum wurden die Renovierungskosten direkt mitfinanziert?

Damit sämtliche Arbeiten unmittelbar nach dem Kauf umgesetzt werden konnten und keine spätere Nachfinanzierung erforderlich war.

Sollte während der Elternzeit genügend Eigenkapital zurückbehalten werden?

Ja. Gerade Familien profitieren von ausreichenden finanziellen Reserven für unvorhergesehene Ausgaben.

Elternzeit und Hauskauf lassen sich verbinden

Der richtige Zeitpunkt für den Immobilienkauf richtet sich nicht ausschließlich nach dem aktuellen Einkommen. Eine sorgfältige Finanzierungsplanung berücksichtigt die gesamte Lebenssituation und schafft auch während der Elternzeit eine tragfähige Grundlage für den Schritt ins Eigenheim.

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Anonymisierter Einzelfall, keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · Beratung kostenlos · Provision in der Regel von der Bank · §34i GewO · keine Rechts- oder Steuerberatung · keine Finanzierungszusage; Konditionen abhängig von Bonität, Beleihung und Bank

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