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Forward-Darlehen

Ein Forward-Darlehen sichert heute bereits den Zins für eine erst in der Zukunft beginnende Anschlussfinanzierung — gegen einen Aufschlag, der mit der Vorlaufzeit steigt, aber Planungssicherheit gegen einen erwarteten Zinsanstieg schafft.

Wie das Prinzip funktioniert

Läuft die aktuelle Zinsbindung erst in einigen Jahren aus, lässt sich der künftige Zins für die Anschlussfinanzierung bereits heute vertraglich fixieren — die Bank verlangt dafür einen Zinsaufschlag, der die Vorlaufzeit widerspiegelt: Je weiter der eigentliche Finanzierungsbeginn in der Zukunft liegt, desto höher fällt der Aufschlag üblicherweise aus, da die Bank das Zinsänderungsrisiko über diesen Zeitraum selbst trägt.

Wann sich der Aufschlag lohnt

Ein Forward-Darlehen lohnt sich vor allem dann, wenn ein spürbarer Zinsanstieg erwartet wird, der den vereinbarten Aufschlag übersteigen würde — trifft die Erwartung nicht ein und sinken die Zinsen stattdessen, war die Absicherung im Nachhinein teurer als eine reguläre Anschlussfinanzierung zum dann aktuellen, niedrigeren Marktzins gewesen wäre. Es handelt sich damit um eine bewusste Wette auf die Zinsentwicklung, keine reine Kostenoptimierung.

Für wen es besonders relevant ist

Wer eine auslaufende Zinsbindung hat und in einem Umfeld steigender oder als steigend eingeschätzter Zinsen plant, findet im Forward-Darlehen ein Instrument, um Planungssicherheit für die Anschlussfinanzierung zu gewinnen — die Entscheidung, ob und wie weit im Voraus ein solcher Vertrag sinnvoll ist, hängt stark von der individuellen Risikobereitschaft und der aktuellen Zinseinschätzung ab.

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Verwandte Begriffe im Glossar

Anschlussfinanzierung

Die Anschlussfinanzierung ist die Finanzierung der nach Ablauf der Zinsbindung verbleibenden Restschuld – entweder bei der bisherigen Bank (Prolongation) oder durch Wechsel zu einer anderen Bank (Umschuldung).

Zinsbindung

Die Zinsbindung ist der Zeitraum, für den der vereinbarte Sollzins fest gilt. Nach Ablauf wird neu verhandelt (Anschlussfinanzierung). Übliche Bindungen reichen von kurzen bis zu langen Laufzeiten.

Soll- vs. Effektivzins

Der Sollzins ist der reine Zins auf die Darlehenssumme. Der Effektivzins enthält zusätzlich bestimmte Nebenkosten der Finanzierung und macht Angebote besser vergleichbar.