Mezzanine-Kapital
Mezzanine-Kapital (Mezzanine Kapital) ist ein nachrangiger Finanzierungsbaustein zwischen Senior-Darlehen und echtem Eigenkapital — er schließt die Eigenkapitallücke bei größeren Vorhaben und wird von Banken teilweise als wirtschaftliches Eigenkapital anerkannt.
Was bedeutet „Mezzanine-Kapital“?
Mezzanine-Kapital (Mezzanine Kapital) ist ein nachrangiger Finanzierungsbaustein zwischen Senior-Darlehen und echtem Eigenkapital — er schließt die Eigenkapitallücke bei größeren Vorhaben und wird von Banken teilweise als wirtschaftliches Eigenkapital anerkannt. Warum Mezzanine zwischen Fremd- und Eigenkapital steht. Mezzanine-Kapital trägt Eigenschaften beider Welten: Wie Fremdkapital wird es meist verzinst und zeitlich befristet zurückgezahlt, wie Eigenkapital trägt es aber ein höheres Ausfallrisiko, weil es im Rang hinter dem Senior-Darlehen steht (siehe Senior-Darlehen). Genau diese Zwischenstellung erlaubt es manchen Banken, Mezzanine-Kapital bei der eigenen Beleihungsprüfung teilweise wie wirtschaftliches Eigenkapital zu behandeln, was den maximal finanzierbaren Senior-Anteil erhöhen kann. Wofür Mezzanine-Kapital typischerweise gebraucht wird. Reicht das eigene Eigenkapital nicht aus, um die vom Senior-Kapitalgeber geforderte Eigenkapitalquote zu erreichen, kann Mezzanine-Kapital diese Lücke schließen, ohne dass zusätzliches echtes Eigenkapital eingebracht werden muss — ein Instrument, das größere Projekte oder Portfolios ermöglicht, für die das eigene Kapital allein nicht ausreichen würde.
Warum Mezzanine zwischen Fremd- und Eigenkapital steht
Mezzanine-Kapital trägt Eigenschaften beider Welten: Wie Fremdkapital wird es meist verzinst und zeitlich befristet zurückgezahlt, wie Eigenkapital trägt es aber ein höheres Ausfallrisiko, weil es im Rang hinter dem Senior-Darlehen steht (siehe Senior-Darlehen). Genau diese Zwischenstellung erlaubt es manchen Banken, Mezzanine-Kapital bei der eigenen Beleihungsprüfung teilweise wie wirtschaftliches Eigenkapital zu behandeln, was den maximal finanzierbaren Senior-Anteil erhöhen kann.
Wofür Mezzanine-Kapital typischerweise gebraucht wird
Reicht das eigene Eigenkapital nicht aus, um die vom Senior-Kapitalgeber geforderte Eigenkapitalquote zu erreichen, kann Mezzanine-Kapital diese Lücke schließen, ohne dass zusätzliches echtes Eigenkapital eingebracht werden muss — ein Instrument, das größere Projekte oder Portfolios ermöglicht, für die das eigene Kapital allein nicht ausreichen würde.
Warum die Vermittlung erlaubnispflichtig ist
Mezzanine-Kapital gilt regulatorisch als Vermögensanlage — die Vermittlung ist deshalb nach §34f GewO erlaubnispflichtig, anders als die Vermittlung klassischer grundpfandrechtlich besicherter Darlehen (§34i GewO). Wer Mezzanine-Strukturen in eine Finanzierung einbindet, sollte deshalb prüfen, dass die Vermittlung über eine entsprechend lizenzierte Stelle erfolgt.
Wie sich Mezzanine-Kapital in der Praxis auf die Eigenkapitalquote auswirkt
Aus Sicht der Bank, die das vorrangige Senior-Darlehen vergibt, wirkt Mezzanine-Kapital häufig wie zusätzliches Eigenkapital, weil es im Rang hinter dem Senior-Darlehen steht und damit die Verlustpuffer-Funktion von echtem Eigenkapital teilweise übernimmt – das kann den erreichbaren Senior-Anteil (LTC) erhöhen, den eine Bank sonst bereit wäre zu finanzieren. Für den Kapitalnehmer bedeutet das: Mezzanine-Kapital lässt sich gezielt einsetzen, um mit weniger echtem Eigenkapital ein größeres Projektvolumen zu stemmen, allerdings zu einem spürbar höheren Zinssatz als das Senior-Darlehen, oft ergänzt um eine Beteiligung am Projekterfolg. Diese Kombination aus höherem Zins und möglicher Erfolgsbeteiligung unterscheidet Mezzanine-Kapital von einem klassischen Nachrangdarlehen mit fester Verzinsung. Ob sich der Einsatz lohnt, hängt vom konkreten Projekt ab: Ein höherer Fremdkapitalhebel steigert die Eigenkapitalrendite bei Erfolg, erhöht aber auch das Risiko bei einer Planabweichung.
Warum die Anerkennung als wirtschaftliches Eigenkapital an Bedingungen hängt
Ob eine Bank Mezzanine-Kapital in der eigenen Beleihungsrechnung wie Eigenkapital behandelt, ist keine Eigenschaft des Instruments, sondern die Folge vertraglicher Zusagen: Verlangt wird in der Regel ein qualifizierter Rangrücktritt, ein Verzicht auf Kündigung während der Laufzeit des Senior-Darlehens und eine Bedienung erst nach dessen Zins- und Tilgungsdienst. Fehlt eines davon, zählt das Kapital als gewöhnliche Verbindlichkeit — und verschlechtert die Rechnung, statt sie zu verbessern. Der zweite Punkt: Die Anerkennung ist institutsabhängig und wird vor Vertragsschluss abgestimmt, nicht danach. Wer Mezzanine beschafft, bevor die Senior-Bank feststeht, riskiert eine Struktur, die genau dort nicht anerkannt wird, wo sie wirken soll.
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