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Nachrangdarlehen

Ein Nachrangdarlehen wird im Insolvenz- oder Verwertungsfall erst nach allen vorrangigen Gläubigern bedient — ein höheres Risiko für den Kapitalgeber, das sich in der Regel in einem entsprechend höheren Zins niederschlägt, und rechtlich als Vermögensanlage eingestuft wird.

Was bedeutet „Nachrangdarlehen“?

Ein Nachrangdarlehen wird im Insolvenz- oder Verwertungsfall erst nach allen vorrangigen Gläubigern bedient — ein höheres Risiko für den Kapitalgeber, das sich in der Regel in einem entsprechend höheren Zins niederschlägt, und rechtlich als Vermögensanlage eingestuft wird. Was die Nachrangabrede konkret bedeutet. Die Nachrangabrede legt vertraglich fest, dass der Nachrangdarlehensgeber im Verwertungsfall erst dann bedient wird, wenn alle vorrangigen Gläubiger — allen voran der Senior-Kapitalgeber — vollständig befriedigt sind (siehe Senior-Darlehen). Reicht der Verwertungserlös dafür nicht aus, geht der Nachrangdarlehensgeber ganz oder teilweise leer aus — ein reales Risiko, das im Zins entsprechend eingepreist wird. Wo Nachrangdarlehen typischerweise eingesetzt werden. Nachrangdarlehen kommen häufig zum Einsatz, um die Lücke zwischen dem vom Senior-Kapitalgeber finanzierten Anteil und dem tatsächlichen Kapitalbedarf zu schließen — ähnlich wie Mezzanine-Kapital, aber häufig einfacher strukturiert und mit klareren, standardisierten Vertragsbedingungen als eine komplexere Mezzanine-Konstruktion.

Was die Nachrangabrede konkret bedeutet

Die Nachrangabrede legt vertraglich fest, dass der Nachrangdarlehensgeber im Verwertungsfall erst dann bedient wird, wenn alle vorrangigen Gläubiger — allen voran der Senior-Kapitalgeber — vollständig befriedigt sind (siehe Senior-Darlehen). Reicht der Verwertungserlös dafür nicht aus, geht der Nachrangdarlehensgeber ganz oder teilweise leer aus — ein reales Risiko, das im Zins entsprechend eingepreist wird.

Wo Nachrangdarlehen typischerweise eingesetzt werden

Nachrangdarlehen kommen häufig zum Einsatz, um die Lücke zwischen dem vom Senior-Kapitalgeber finanzierten Anteil und dem tatsächlichen Kapitalbedarf zu schließen — ähnlich wie Mezzanine-Kapital, aber häufig einfacher strukturiert und mit klareren, standardisierten Vertragsbedingungen als eine komplexere Mezzanine-Konstruktion.

Warum die regulatorische Einordnung wichtig ist

Nachrangdarlehen gelten als Vermögensanlage im Sinne des Vermögensanlagengesetzes — die Vermittlung ist nach §34f GewO erlaubnispflichtig, ein anderer regulatorischer Rahmen als bei klassischen grundpfandrechtlich besicherten Immobiliendarlehen. Wer als Kapitalgeber oder Vermittler mit Nachrangdarlehen arbeitet, muss diese Lizenzanforderung im Blick behalten, sonst drohen rechtliche Konsequenzen unabhängig von der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit des Geschäfts.

Wie sich die Nachrangabrede im Grundbuch widerspiegelt

Die Nachrangigkeit eines Nachrangdarlehens zeigt sich nicht automatisch im Grundbuch, sondern muss dort explizit als Rangfolge der eingetragenen Grundschulden abgebildet werden: Das Senior-Darlehen wird an erster Rangstelle eingetragen, das Nachrangdarlehen an einer nachfolgenden Rangstelle – oder es wird über eine gesonderte Rangrücktrittserklärung des Nachrang-Gläubigers abgesichert, falls beide Grundschulden formal gleichrangig eingetragen sind. Diese exakte Ausgestaltung ist rechtlich bedeutsam, weil sie im Ernstfall über die tatsächliche Verteilung eines Verwertungserlöses entscheidet. Wer Nachrangkapital vergibt oder aufnimmt, sollte deshalb genau prüfen, welche der beiden Varianten vorliegt und ob die Rangrücktrittserklärung eindeutig formuliert ist – unklare Formulierungen haben in der Vergangenheit zu Streitfällen zwischen Senior- und Nachranggläubigern geführt. Für den Kreditnehmer selbst ändert sich an der laufenden Rückzahlung nichts, solange keine Verwertung eintritt; die Rangfolge wird erst im Ernstfall praktisch relevant.

Die Erlaubnispflicht, die den Anbieter betrifft

Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt gelten als Vermögensanlage — ihre öffentliche Vermittlung ist erlaubnispflichtig, und je nach Ausgestaltung besteht eine Prospekt- oder Informationsblattpflicht. Wer solche Mittel einwirbt oder vermittelt, bewegt sich damit in einem anderen Aufsichtsregime als bei einem gewöhnlichen Darlehen. Für den Kapitalnehmer ist das kein Nebenaspekt: Wird die Pflicht verletzt, kann das Rückabwicklungsansprüche des Kapitalgebers auslösen — und zwar zu dem Zeitpunkt, an dem es am wenigsten passt. Der zweite Punkt: Der Rangrücktritt muss so formuliert sein, dass er im Insolvenzfall trägt. Eine bloß schuldrechtliche Abrede ohne die entsprechende Klausel wirkt dort nicht, wo sie gebraucht wird.

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