KfW-Wohneigentumsförderung für Familien
Der Staat fördert selbst genutztes Wohneigentum über mehrere KfW-Programme — allen voran 'Wohneigentum für Familien' (KfW 300), das gezielt Familien mit Kindern und mittlerem Einkommen beim klimafreundlichen Neubau oder Erstkauf unterstützt.
Wie KfW 300 aktuell ausgestaltet ist (Stand 2026)
Gefördert wird ein zinsgünstiger Kredit von bis zu 270.000 € — die genaue Höhe staffelt sich nach Kinderzahl und Gebäudestandard, von niedrigeren Beträgen ohne QNG-Siegel bis zum Höchstbetrag bei fünf oder mehr Kindern mit QNG-Zertifizierung. Voraussetzung ist mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt, eine Einkommensgrenze (die mit jedem weiteren Kind steigt), der Effizienzhaus-40-Standard sowie kein bestehendes oder in den letzten zehn Jahren aufgegebenes Wohneigentum. Der effektive Förderzins liegt deutlich unter dem marktüblichen Bauzins — die konkrete Staffelung nach Zinsbindung wird von der KfW laufend aktualisiert.
Wie sich KfW 300 von KfW 308 und KfW 124 unterscheidet
'Jung kauft Alt' (KfW 308) richtet sich an sanierungsbedürftige Bestandsimmobilien statt an Neubauten und verlangt keine Einkommensgrenze, dafür einen niedrigeren maximalen Kreditbetrag und strenge energetische Sanierungsauflagen. Das allgemeine Wohneigentumsprogramm (KfW 124) kennt weder Familienpräferenz noch Energieanforderungen, ist dafür aber auch weniger zinsgünstig als KfW 300 für berechtigte Familien. KfW 300 und KfW 124 dürfen zudem nicht denselben Gebäudeteil doppelt fördern — die Kombinierbarkeit ist vorab mit der Bank zu klären.
Warum der Antragszeitpunkt entscheidend ist
Wie bei den meisten KfW-Programmen muss der Förderantrag vor Abschluss des Kauf- oder Bauvertrags gestellt werden — ein nachträglicher Antrag wird nicht anerkannt. Wer die Familien- und Einkommensvoraussetzungen erfüllt, sollte deshalb frühzeitig prüfen lassen, ob KfW 300 infrage kommt, bevor überhaupt ein konkretes Objekt vertraglich fixiert wird.
Verwandte Begriffe im Glossar
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote ist der Anteil der Gesamtkosten, den Sie aus eigenen Mitteln tragen. Sie beeinflusst, ob und zu welchen Konditionen eine Bank finanziert.
Bauträgerfinanzierung
Finanzierung der Entwicklung und Errichtung von Immobilien durch einen Bauträger – vom Grundstücksankauf über die Bauphase bis zur Veräußerung der fertigen Einheiten. Üblicherweise als erstrangig besichertes Darlehen über Banken oder Debt-Fonds.
Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Die leistbare Finanzierung ergibt sich aus einer Haushaltsrechnung: regelmäßige Einnahmen abzüglich Lebenshaltung, Fixkosten und eines Sicherheitspuffers. Daraus folgt die tragbare Monatsrate und – mit Eigenkapital und Zins – der mögliche Kaufpreis.