Struktur · Lombardkredit

Was ist ein Lombardkredit (Wertpapierkredit, Lombarddarlehen), einfach erklärt: Zinsen und Kapitalbeschaffung ab 1,5 Mio. €

Beim Lombardkredit bleibt Ihr Wertpapierdepot investiert und dient der Bank als Pfand. Der Zins ist Euribor plus ein Aufschlag, wir vermitteln ihn ab 1,5 Mio. €, für Immobilien in ausgewählten europäischen Ländern. Hier steht der Lombardkredit einfach erklärt: wie er funktioniert, was er kostet und was passiert, wenn die Kurse fallen.

Was ist ein Lombardkredit, und ab welchem Betrag vermitteln Sie ihn?

Ein Lombardkredit ist ein Darlehen, für das Ihr Wertpapierdepot als Pfand dient; das Depot bleibt investiert und muss nicht verkauft werden. Der Zins ist variabel, Euribor plus Aufschlag, und wir vermitteln ihn ab 1,5 Mio. €. Die Bank beleiht jedes Papier nur zu einem Teil seines Werts. Fällt der Depotwert zu stark, verlangt sie Sicherheiten nach oder verkauft Papiere.

Lombardkredit einfach erklärt: Wie bekommen Sie Liquidität mit dem Depot als Pfand?

Ein Lombardkredit gibt Ihnen Liquidität gegen Ihr Wertpapierdepot, ohne dass Sie verkaufen müssen. Das Depot bleibt investiert, die Bank hält es als Pfand.

Wie viel ist möglich?

Die Bank beleiht jedes Papier nur zu einem Teil seines Werts. Je sicherer das Papier, desto höher der Satz. Wie viel Kreditlinie Ihr Depot ergibt, rechnet die Bank aus den einzelnen Beleihungswerten.

Was kostet er?

Der Zins ist variabel: Euribor plus ein Aufschlag der Bank, berechnet auf den gezogenen Betrag. Wir vermitteln den Lombardkredit ab 1,5 Mio. €.

Welches Risiko hat er?

Fällt der Depotwert, verlangt die Bank Sicherheiten nach oder verkauft Papiere. Auch der Zins kann steigen.

Wie funktioniert ein Lombardkredit?

Sie verpfänden Ihr Depot, die Bank legt aus den Beleihungswerten eine Kreditlinie fest, und Sie ziehen, was Sie brauchen. Zinsen zahlen Sie nur auf den gezogenen Betrag. Meist läuft der Kredit endfällig: Sie zahlen laufend die Zinsen und tilgen am Ende, mit Geld aus dem Depot oder aus einer anderen Quelle. Das Depot gehört weiter Ihnen und bleibt investiert.

Der Ablauf in vier Schritten

Vom Depot bis zur Auszahlung sind es vier Schritte.

  1. Die Bank prüft Ihr Depot: Welche Papiere zählen, und mit welchem Beleihungssatz?
  2. Kreditlinie und Zinsaufschlag werden festgelegt.
  3. Sie unterschreiben den Pfandvertrag. Die verpfändeten Papiere können Sie danach nicht mehr frei verkaufen, solange der Kredit läuft.
  4. Sie ziehen den Betrag, den Sie brauchen, und zahlen die Zinsen.

Wie hoch ist die Beleihung?

Die Bank legt für jedes Papier einen eigenen Beleihungssatz fest. Die Spannen unten nennen Banken und Kanzleien in ihren Ratgebern öffentlich; maßgeblich ist, was Ihre Bank für Ihre Papiere ansetzt.

PapierartTypische Spanne
Guthaben und Festgeldbis etwa 95 %
Staatsanleihen und gute Anleihenetwa 80 bis 95 %
Große Einzelaktienetwa 60 bis 80 %
Breit gestreute Aktienfonds und ETFetwa 50 bis 75 %

Richtwerte aus öffentlichen Ratgebern, keine Zusage.

Wie hoch ist der Lombardkredit Zinssatz?

Der Zins besteht aus dem Euribor und einem Aufschlag der Bank. Er ist variabel und wird auf den gezogenen Betrag berechnet. Die Höhe des Aufschlags hängt von Betrag, Depot und Bank ab und klärt sich im Gespräch. Wir vermitteln Lombardkredite ab 1,5 Mio. €.

Der Kredit lohnt sich meist, wenn der Zins unter der Rendite des Depots liegt. Liegt er darüber, kostet der Kredit Vermögen. Einen festen Zinssatz nennen wir nicht, ein Angebot gibt es nach Prüfung Ihres Depots.

Welches Risiko hat ein Lombardkredit?

Das Risiko liegt im Depot: Sinkt der Wert der Papiere, sinkt auch der Beleihungswert, und der Zins ist variabel, sodass Ihre Zinslast steigt, wenn der Euribor steigt.

Das Risiko liegt im Depot. Sinkt der Wert der Papiere, sinkt auch der Beleihungswert. Banken arbeiten meist mit zwei Schwellen: Bei der ersten verlangen sie mehr Sicherheiten oder eine Teilrückzahlung, bei der zweiten dürfen sie Papiere verkaufen, auch zu einem schlechten Kurs. Dazu kommt der variable Zins: Steigt der Euribor, steigt Ihre Zinslast. Und übersteigt der Zins die Rendite des Depots, kostet der Kredit Vermögen.

Dagegen hilft ein Puffer, den Sie einplanen, bevor Sie unterschreiben.

  • Die Kreditlinie nicht ausschöpfen. Je mehr Abstand zur Grenze, desto mehr Kursverlust hält das Depot aus.
  • Das Depot breit streuen. Ein einzelner Wert, der abstürzt, soll nicht die ganze Sicherheit gefährden.
  • Höhere Zinsen einrechnen. Der Zins ist variabel, die Rechnung sollte auch mit einem höheren Euribor tragen.

Lombardkredit oder Wertpapierkredit: Wo ist der Unterschied?

In der Regel gibt es keinen. Beide Begriffe meinen ein Darlehen gegen ein Wertpapierdepot als Pfand; Wertpapierkredit ist der allgemeinere Ausdruck, Lombardkredit der traditionelle. Auch das Lombarddarlehen ist dasselbe. Entscheidend sind nicht die Namen, sondern Beleihungssätze, Zinsaufschlag und die Bedingungen für Nachschuss und Verkauf.

Wann ergänzt der Lombardkredit eine Immobilienfinanzierung?

Er passt, wenn Sie Ihr Depot nicht verkaufen wollen und einen Teil des Kaufs darüber finanzieren. Üblich ist die Kombination: Eine Bank gibt die Hypothek auf die Immobilie, der Lombardkredit deckt den Rest, bei Bedarf auch die Nebenkosten. Das geht für Immobilien in ausgewählten europäischen Ländern. Für Spanien finden Sie die Einzelheiten auf unserer Seite zum Lombardkredit für eine Immobilie in Spanien. Ob sich die Struktur steuerlich lohnt, klären Sie mit einem Steuerberater.

Was muss vorliegen?

Vier Punkte entscheiden, ob ein Lombardkredit für Ihren Kauf in Frage kommt.

  • Ab 1,5 Mio. €. So hoch sollte der Kredit sein, den wir vermitteln.
  • Ein Depot, das die Bank beleiht. Es braucht anerkannte Papiere und einen ausreichenden Wert.
  • Eine Hypothek oder Eigenkapital für den übrigen Kauf. Der Lombardkredit ergänzt die Finanzierung, er ersetzt sie nicht.
  • Ein Steuerberater. Die Struktur ist kein Standardprodukt.

Wovon ist der Lombardkredit zu unterscheiden?

Drei Wege klingen ähnlich und sind doch etwas anderes.

  • Die Hypothek auf die Immobilie. Das Pfand ist die Immobilie, nicht das Depot. Bei einer abbezahlten Immobilie heißt das Beleihung.
  • Das Kapital ohne Zweckbindung. Auch hier ist die Immobilie das Pfand, nicht das Depot: Kapitalbeschaffung ohne Zweckbindung.
  • Die Beleihung in Spanien. Das Pfand ist ein schuldenfreies Haus in Spanien: Haus in Spanien beleihen.

Häufige Fragen zum Lombardkredit

Was ist ein Lombardkredit?

Ein Lombardkredit ist ein Darlehen gegen ein Wertpapierdepot als Pfand. Sie müssen die Papiere nicht verkaufen, sie bleiben investiert. Die Bank gibt eine Kreditlinie nach den Beleihungswerten der einzelnen Papiere.

Lombardkredit einfach erklärt: Was heißt es, wenn das Depot als Pfand dient?

Das Depot gehört weiter Ihnen und bleibt investiert, die Bank hält es als Pfand. Die verpfändeten Papiere können Sie nicht mehr frei verkaufen, solange der Kredit läuft. Fällt der Depotwert, verlangt die Bank Sicherheiten nach oder verkauft Papiere.

Lombardkredit Zinssatz: Wovon hängt er ab?

Der Zins besteht aus dem Euribor und einem Aufschlag der Bank. Der Aufschlag hängt von Betrag, Depot und Bank ab und klärt sich im Gespräch. Weil der Zins variabel ist, steigt Ihre Zinslast, wenn der Euribor steigt.

Wie hoch sind die Lombardkredit Zinsen?

Der Zins ist variabel: Euribor plus ein Aufschlag der Bank, berechnet auf den gezogenen Betrag. Einen festen Satz nennen wir nicht, weil der Aufschlag von Betrag, Depot und Bank abhängt.

Ab welchem Betrag vermitteln Sie einen Lombardkredit?

Ab 1,5 Mio. €. Darunter vermitteln wir ihn nicht. Das gilt in allen ausgewählten europäischen Ländern.

Was passiert, wenn die Kurse im Depot fallen?

Dann sinkt der Beleihungswert. Die Bank verlangt zuerst zusätzliche Sicherheiten oder eine Teilrückzahlung, bei einem weiteren Rückgang darf sie Papiere verkaufen. Deshalb sollten Sie die Kreditlinie nicht ausschöpfen.

Lombardkredit oder Wertpapierkredit: Wo ist der Unterschied?

In der Regel gibt es keinen. Beide Begriffe meinen ein Darlehen gegen ein Wertpapierdepot als Pfand; Wertpapierkredit ist der allgemeinere Ausdruck, Lombardkredit der traditionelle. Auch das Lombarddarlehen ist dasselbe.

Kann ich mit einem Lombardkredit eine Immobilie kaufen?

Ja, meist in Kombination mit einer Hypothek. Die Bank finanziert einen Teil des Kaufpreises gegen die Immobilie, der Lombardkredit deckt den Rest, bei Bedarf auch die Nebenkosten. Ob die Bank beides gibt, entscheidet der Einzelfall.

Lombardkredit im Vergleich: Worin unterscheidet er sich von der Beleihung einer Immobilie?

Beim Lombardkredit dient das Wertpapierdepot als Pfand, bei der Beleihung die Immobilie. Der Lombardkredit hat einen variablen Zins (Euribor plus Aufschlag). Welcher Weg günstiger ist, hängt von Depot, Betrag und Immobilie ab.

Welche Nachteile hat ein Lombardkredit?

Der Nachteil liegt im Depot und im Zins. Sinkt der Depotwert, verlangt die Bank Sicherheiten nach oder verkauft Papiere. Dazu ist der Zins variabel, und übersteigt er die Rendite des Depots, kostet der Kredit Vermögen.

Wie hoch ist der Beleihungswert von Aktien und ETF?

Das legt die Bank für jedes Papier selbst fest. Öffentlich genannte Spannen liegen bei etwa 60 bis 80 % für große Einzelaktien und etwa 50 bis 75 % für breit gestreute Aktienfonds und ETF. Das sind Richtwerte, keine Zusage.

Gibt es einen Lombardkredit für eine Immobilie in Spanien?

Ja, auch für Spanien vermitteln wir ihn ab 1,5 Mio. €, meist zusammen mit der Hypothek einer spanischen Bank. Die Einzelheiten stehen auf unserer Seite zum Lombardkredit für Spanien.

Ist das eine Steuerberatung?

Nein. Ob die Struktur steuerlich etwas bringt, hängt von Ansässigkeit, Vermögen und Verwendung ab und gehört vor dem Kauf zu einem Steuerberater.

Lombardkredit Bedeutung: Was heißt es, dass Zinsen nur auf den gezogenen Betrag anfallen?

Die Bank legt aus den Beleihungswerten Ihrer Papiere eine Kreditlinie fest, und Sie ziehen davon nur, was Sie brauchen. Zinsen zahlen Sie nur auf den gezogenen Betrag. Meist läuft der Kredit endfällig: Sie zahlen laufend die Zinsen und tilgen am Ende, mit Geld aus dem Depot oder aus einer anderen Quelle.

Lombardkredit auf Aktien: Welche Nachteile hat ein Depot mit wenigen Einzelaktien?

Große Einzelaktien beleihen Banken nach öffentlichen Ratgebern mit etwa 60 bis 80 %, maßgeblich ist der Satz Ihrer Bank. Stürzt ein einzelner Wert ab, kann er die ganze Sicherheit gefährden: Die Bank verlangt dann Sicherheiten nach oder verkauft Papiere. Dagegen hilft, das Depot breit zu streuen und die Kreditlinie nicht auszuschöpfen.

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Schicken Sie uns Objekt, Kaufpreis und die Lage Ihres Depots. Wir sagen Ihnen, ob ein Lombardkredit trägt, bevor Sie irgendwo einen Antrag stellen. Die Steuerfrage gehört danach zu Ihrem Steuerberater.

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