Finanzierungsbestätigung und Finanzierungszusage
Verkäufer und Makler wollen wissen, ob Ihre Finanzierung steht, bevor sie Ihnen den Zuschlag geben. Eine Finanzierungsanfrage Hauskauf endet deshalb idealerweise in einer schriftlichen Finanzierungsbestätigung — der Machbarkeitseinschätzung, die Ihr Angebot belastbar macht.
Was ist ein Finanzierungszertifikat — und was bringt es beim Bieten?
Es ist eine schriftliche Machbarkeitseinschätzung, mit der Sie gegenüber Makler und Verkäufer belegen, dass Ihre Finanzierung realistisch ist. Grundlage sind Ihre Selbstauskunft und die Einkommensunterlagen; geprüft wird, welcher Kaufpreis mit welchem Eigenkapital tragfähig ist. Was es ausdrücklich nicht ist: eine Darlehenszusage einer Bank. Die endgültige Zusage hängt immer am konkreten Objekt, an der Bewertung und an der Prüfung des jeweiligen Instituts. Der praktische Wert liegt im Bieterverfahren: Bei begehrten Objekten wird regelmäßig gefragt, ob die Finanzierung steht, und wer das belegen kann, bleibt im Rennen. Besonders relevant ist das für Auslandsdeutsche und Expats, weil Makler bei ausländischem Wohnsitz oder ausländischem Einkommen häufig zusätzliche Zweifel haben — die ein Zertifikat vorab ausräumt, bevor sie zur Absage führen. Es ersetzt außerdem nicht die Prüfung des Objekts. Sobald die Immobilie feststeht, folgt die Bewertung, und erst danach steht der Beleihungsauslauf fest — das Zertifikat sagt, was Sie tragen können, nicht was die Bank für dieses eine Haus ansetzt.
Was es ist
- Eine schriftliche Einschätzung (auch als Finanzierungsbestätigung bekannt), in welcher Größenordnung eine Finanzierung für Ihre Konstellation realistisch ist — auf Basis dessen, was Sie uns über Einkommen, Eigenkapital und Vorhaben sagen.
- Ein Dokument, das Sie dem Makler oder Verkäufer vorlegen können, um zu zeigen, dass Sie nicht ins Blaue bieten.
- Ein 30-minütiges Gespräch, in dem wir Ihren Fall durchgehen — was trägt, was nicht, und was zuerst geklärt werden muss.
Was es nicht ist
Keine Bankzusage. Keine Finanzierungsgarantie. Keine Zusicherung. Eine verbindliche Zusage kann ausschließlich die finanzierende Bank erteilen, und sie tut das erst nach vollständiger Prüfung von Person und Objekt. Wer Ihnen etwas anderes verspricht, verspricht etwas, das er nicht halten kann.
Ehrlich gesagt: Das Papier ist ein Verkaufsinstrument, kein Rechtsinstrument. Es hilft Ihnen im Wettbewerb um ein Objekt — mehr nicht. Wir stellen es aus, weil Makler danach fragen und weil ein Käufer ohne dieses Blatt in einem Bieterverfahren schlechter dasteht. Nicht, weil es Ihre Finanzierung sicherer macht.
Warum es für Auslandsdeutsche und Expats mehr wert ist
Wer nicht mal eben zur Besichtigung fahren kann, bietet aus der Ferne — und wirkt auf den Verkäufer damit automatisch unsicherer als der lokale Interessent, der am Samstag dreimal vorbeikam. Die Machbarkeitseinschätzung gleicht genau das aus: Sie zeigt, dass jemand den Fall bereits geprüft hat, der die Bankenlandschaft kennt.