Rechner · Baufinanzierung

Rechner für Ihre Baufinanzierung

Sechs kostenlose Rechner für die Planung — von den Kaufnebenkosten je Bundesland bis zum Tilgungsplan. Sie geben Ihre eigenen Zahlen ein; die Rechner dienen der ersten Orientierung. Konkrete Konditionen entstehen im persönlichen Gespräch.

Reihenfolge

Was ein Rechner kann — und was er nicht kann

Ein Rechner beantwortet immer nur eine Frage. Der Fehler, den wir am häufigsten sehen, ist nicht ein falscher Zins in der Eingabe, sondern die falsche Reihenfolge: Jemand rechnet zuerst die Monatsrate für seinen Wunschkaufpreis aus, findet sie tragbar — und stellt erst beim Notartermin fest, dass die Kaufnebenkosten das gesamte Eigenkapital aufgezehrt haben. Die Rate war nie das Problem. Das Eigenkapital war es.

Deshalb hat die Reihenfolge, in der Sie diese Rechner benutzen, mehr Einfluss auf das Ergebnis als jede einzelne Eingabe:

  1. Nebenkosten zuerst. Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler bestimmen, wie viel Eigenkapital überhaupt zum Kaufpreis hinzukommen muss. Diese Summe finanziert praktisch keine Bank mit. Zwischen einem Bundesland mit 3,5 % Grunderwerbsteuer und einem mit 6,5 % liegt bei 400.000 € Kaufpreis ein fünfstelliger Unterschied — bei identischer Immobilie.
  2. Dann das Budget. Erst wenn feststeht, was nicht für den Kaufpreis zur Verfügung steht, ergibt der Budgetrechner eine belastbare Zahl. Er arbeitet von der tragbaren Rate rückwärts zum Darlehen und von dort zum Kaufpreisrahmen.
  3. Dann die Tilgung. Der Tilgungsrechner zeigt, was die Rate über die Zeit wirklich kostet — und vor allem: wie hoch die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist. Das ist die Zahl, an der Anschlussfinanzierungen scheitern, nicht die Anfangsrate.
  4. Bei Kapitalanlage zusätzlich die Mietrendite. Sie beantwortet eine andere Frage als alle übrigen: nicht „kann ich das zahlen“, sondern „trägt sich das Objekt“.
  5. Die Vorfälligkeitsentschädigung brauchen Sie erst, wenn ein bestehendes Darlehen vorzeitig abgelöst werden soll — bei Verkauf, Scheidung oder Umschuldung.
Die ehrliche Grenze

Warum kein Rechner eine Zusage ersetzt

Jeder Rechner auf dieser Seite arbeitet mit den Zahlen, die Sie eingeben. Er kennt drei Dinge nicht, die über Ihre Finanzierung entscheiden:

  • Ihre Bonität. Der Zins, den Sie eintragen, ist eine Annahme. Der Zins, den Sie bekommen, hängt an Einkommensart, Beschäftigungsverhältnis, Schufa-Historie und Beleihungsauslauf. Selbstständige, befristet Beschäftigte und Menschen mit Wohnsitz im Ausland bekommen selten den Schaufensterzins.
  • Ihre Bank. Es gibt keinen einheitlichen Markt. Dieselbe Konstellation führt bei der einen Bank zur Absage und bei der nächsten zur Zusage — weil Beleihungsgrenzen, Objektarten und Einkommensdefinitionen sich unterscheiden.
  • Ihr Objekt. Banken finanzieren nicht den Kaufpreis, sondern den Beleihungswert. Liegt der darunter, fehlt der Differenzbetrag als zusätzliches Eigenkapital — im Rechner taucht er nirgends auf.

Was die Rechner leisten: Sie zeigen die Größenordnung, machen Fehlannahmen sichtbar und geben Ihnen eine Grundlage für das Gespräch. Was danach kommt — die Auswahl der Bank, die zu Ihrer Konstellation passt — ist keine Rechenaufgabe. Mehr dazu unter Banken im Vergleich.

Von der Zahl zur passenden Bank

Die Rechner geben die Richtung vor — ich finde die Bank, die zu Ihrer Situation passt. Erstberatung kostenlos, Provision zahlt die Bank.