Maximaler Eigenkapitaleinsatz
- Kapitalbedarf Praxis700.000 €
- Eigenkapital eingesetzt250.000 €
- Darlehen450.000 €
- Rücklage danach0 €
- Kapitaldienstniedriger
- Handlungsspielraumkeiner
Keine verbindliche Zusage. Konditionen bonitätsabhängig.
Die niedrigste Darlehenssumme ist nicht die beste Finanzierung. Wer sein gesamtes Vermögen in die Praxis gibt, hat am Eröffnungstag die schönste Quote — und keine Reserve mehr.
Eigenkapital senkt den Fremdkapitalbedarf, reduziert den monatlichen Kapitaldienst, dient als zusätzliche Sicherheit und belegt gegenüber der Bank, dass Sie wirtschaften können. Das ist unstrittig.
Falsch ist nur der Umkehrschluss, dass mehr Eigenkapital automatisch die bessere Lösung sei. Denn jeder Euro, der in die Praxis fließt, steht danach für nichts anderes mehr zur Verfügung — und die Praxis ist kein Konto, von dem man ihn zurückholt.
In den ersten Jahren nach der Niederlassung entstehen regelmäßig Ausgaben, die in keinem Investitionsplan stehen: eine Steuernachzahlung für das erste erfolgreiche Jahr, ein Gerätedefekt, eine Ersatzinvestition, Elternzeit, Krankheit, ein Immobilienwunsch, eine Familiengründung.
Wer keine Rücklage mehr hat, muss dafür nachfinanzieren — zu einem Zeitpunkt, an dem die Praxis noch keine Historie vorweisen kann und die Bank am vorsichtigsten ist. Das ist der teuerste denkbare Moment für eine Kreditaufnahme.
Keine verbindliche Zusage. Konditionen bonitätsabhängig.
Keine verbindliche Zusage. Konditionen bonitätsabhängig.
Modellrechnungen ohne Gewähr. Keine verbindlichen Angebote. Konditionen variieren je nach Bonität, Objekt und Bank. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Welche Variante richtig ist, hängt vom Zinsniveau, von der geplanten privaten Immobilie und von Ihrer Risikoneigung ab. Was nicht davon abhängt: dass die Frage vor der Unterschrift beantwortet gehört und nicht danach.
Bankguthaben, Wertpapierdepot, Bausparguthaben, Schenkung, Erbschaft, bestehende Immobilie: Für die Bank sind das sehr verschiedene Dinge. Ein Depot lässt sich beleihen, statt es zu verkaufen. Eine schuldenfreie Immobilie kann als Sicherheit dienen, ohne dass Liquidität abfließt. Eine Schenkung braucht unter Umständen eine schriftliche Bestätigung, damit sie überhaupt als Eigenkapital anerkannt wird.
Der Hebel liegt also nicht nur in der Höhe, sondern in der Frage, welches Vermögen Sie einsetzen — und welches Sie nur besichern.
Eine Finanzierung mit geringem Eigenkapitaleinsatz ist möglich, wenn das Konzept trägt. Fördermittel verschieben diese Rechnung zusätzlich: Die Haftungsfreistellung der KfW 067 oder eine Bürgschaft ersetzen keine Sicherheit im engeren Sinne, sie ersetzen aber den Grund, aus dem die Bank sonst mehr Eigenkapital verlangt hätte.
Diese Seite erklärt Finanzierungsstrukturen allgemeinverständlich. Sie ist keine Steuer- oder Rechtsberatung (§1 StBerG, RDG). Die steuerliche Würdigung Ihres Vorhabens gehört zu Ihrem Steuerberater — ich strukturiere die Finanzierung passend dazu.
Unverbindliche Erstberatung kostenlos. Ich rechne beide Varianten gegeneinander — inklusive der privaten Ziele, die danach noch kommen sollen.
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