Was bedeutet MKG, und welche Approbationen setzt sie als einzige Fachrichtung voraus?
Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie setzt als einzige Fachrichtung in Deutschland beide Approbationen voraus, Medizin und Zahnmedizin. Für die Finanzierung ist das zunächst ein Vorteil, weil der Kreis der infrage kommenden Häuser strukturell größer ist.
Wie finanziere ich eine MKG-Praxis oder -Klinik? Die Doppelapprobation ist ein Vorteil: MKG-Chirurgen können sich sowohl an ärztlich als auch an zahnärztlich spezialisierte Häuser wenden, der Kreis der Finanzierungspartner ist strukturell größer. Entscheidend ist, die Zulassungskonstellation von Anfang an festzulegen. Die Erstberatung ist kostenlos. Finanzierung für Ärzte.
MKG-Chirurgen brauchen zwei Approbationen, Medizin und Zahnmedizin: Beide Studiengänge müssen abgeschlossen sein, bevor die Facharztweiterbildung beginnt — bundesweit einzigartig. Bis zum Facharzttitel vergehen nach Angaben der DGMKG etwa 14 bis 15 Jahre, die Weiterbildung selbst dauert 60 Monate.
Splittingverbot: ein Behandlungsfall läuft über KV oder KZV, nie über beide: Ein einzelner, zusammenhängender Behandlungsfall darf nicht teils über die KV und teils über die KZV abgerechnet werden — das hat das Bundessozialgericht (BSG) 2016 bestätigt. Pro Fall gilt entweder der eine oder der andere Weg.
Was bedeutet die Doppelapprobation für die Finanzierung einer MKG-Chirurgie-Praxis? Die Doppelapprobation macht die Finanzierung einer MKG-Chirurgie-Praxis zum Sonderfall: Als einzige Fachrichtung in Deutschland setzt die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie beide Approbationen voraus — Medizin und Zahnmedizin. Für die Finanzierung hat das zwei konkrete Folgen.
Erstens gilt das Splittingverbot: Abgerechnet wird je Behandlungsfall entweder über die Kassenärztliche oder über die Kassenzahnärztliche Vereinigung, nie über beide.
Die Erlösplanung muss deshalb offenlegen, welcher Anteil des Leistungsspektrums über welchen Weg läuft — eine Bank, die zwei Erlösquellen addiert sieht, rechnet sonst mit Umsatz, den es nicht gibt.
Zweitens eröffnen zwei Zulassungen zwei mögliche Förderwege, aber keine doppelte Förderung: Welche Niederlassungsförderung greift, richtet sich nach den Regeln der jeweiligen KV oder KZV; ob und wie eine zweite Zulassung gefördert wird, erfragen Sie dort im Einzelfall.
Investitionsseitig dominieren OP-Bereich, Sterilisation und die bildgebende Diagnostik — Positionen mit langer Nutzungsdauer, die getrennt von der Einrichtung finanziert gehören.
Bewährt hat sich, die Zulassungskonstellation vor dem ersten Bankgespräch festzulegen und schriftlich zu haben: Eine spätere Änderung berührt Abrechnung, Förderfähigkeit und Kalkulation gleichzeitig.
Die Fachrichtung Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist die einzige in Deutschland, die zwingend beide Approbationen voraussetzt: ein abgeschlossenes Medizin- und ein abgeschlossenes Zahnmedizinstudium, bevor die eigentliche Facharztweiterbildung überhaupt beginnen kann.
Wie läuft der Weg zum MKG-Chirurgen? Nach der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie setzt die Facharztweiterbildung beide Approbationen voraus. Das Medizinstudium dauert etwa sechs Jahre, das Zweitstudium Zahnmedizin etwa dreieinhalb, die Weiterbildung 60 Monate; insgesamt sind es rund 14 bis 15 Jahre. Banken fragen deshalb bei MKG-Gründern früh nach Qualifikation, Zulassungsstatus und operativer Erfahrung.
Gilt für MKG-Chirurgen die Bedarfsplanung? Die Bedarfsplanungs-Richtlinie des G-BA (Stand 21.04.2022) führt die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie nicht unter den beplanten Arztgruppen der §§ 11 bis 14 auf. Für Zahnärzte gelten Zulassungsbeschränkungen und Nachbesetzungsverfahren nach § 103 Abs. 1 bis 7 SGB V nach dessen Abs. 8 nicht. Ob in Ihrer Region für die ärztliche Zulassung Beschränkungen angeordnet sind, klären Sie vor dem Kaufvertrag bei der KV.