Praxisbericht · Baufinanzierung · Wenig Eigenkapital

Wie eine 100-%-Finanzierung den Traum vom Eigenheim möglich machte

Viele junge Paare verfügen heute über ein gutes Einkommen, scheitern aber beim Immobilienkauf am fehlenden Eigenkapital.

Eckdaten

Auf einen Blick

  • Kaufpreis: 398.000 €
  • Finanzierungsbedarf: 398.000 € (100 % des Kaufpreises)
  • Eigenkapital: 39.800 €

Anonymisierte Fallangabe · keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · §34i GewO

Information

Eckdaten auf einen Blick

  • Kaufpreis: 398.000 €
  • Erwerbsnebenkosten: 39.800 €
  • Gesamtinvestition: 437.800 €
  • Eigenkapital: 39.800 € (vollständig für die Erwerbsnebenkosten eingesetzt)
  • Finanzierungsbedarf: 398.000 € (100 % des Kaufpreises)

Anonymisierte Fallangaben · keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben.

Typischer, anonymisierter Praxisfall. Personen, Orte und einzelne Finanzierungsdaten wurden zum Schutz der Privatsphäre angepasst. Der Ablauf entspricht einer typischen Beratungssituation bei Baufinanzierungen für selbstgenutzte Immobilien.

Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden war größer als das Sparguthaben

Viele junge Paare verfügen heute über ein gutes Einkommen, scheitern aber beim Immobilienkauf am fehlenden Eigenkapital. Hohe Mieten, gestiegene Lebenshaltungskosten und private Ausgaben erschweren den Vermögensaufbau. Genau so erging es auch einem Ehepaar Anfang 30, das sich nach mehreren Jahren in einer Mietwohnung endlich den Traum vom eigenen Haus erfüllen wollte.

Ausgangssituation

Beide Eheleute waren seit mehreren Jahren unbefristet beschäftigt und erzielten zusammen ein monatliches Nettoeinkommen von rund 6.250 Euro. Konsumentenkredite bestanden nicht, die Schufa war einwandfrei. Eigenkapital für den Kaufpreis war jedoch praktisch nicht vorhanden, da in den vergangenen Jahren die Hochzeit, ein Umzug und die Einrichtung der Mietwohnung finanziert wurden.

Nach langer Suche fanden sie ein gepflegtes Einfamilienhaus in einer ruhigen Wohnlage.

Finanzierungsdaten

  • Kaufpreis: 398.000 Euro
  • Erwerbsnebenkosten: 39.800 Euro
  • Gesamtinvestition: 437.800 Euro
  • Eigenkapital: 39.800 Euro (vollständig für die Erwerbsnebenkosten eingesetzt)
  • Finanzierungsbedarf: 398.000 Euro (100 % des Kaufpreises)

Die Herausforderung

Das Paar ging zunächst davon aus, dass ein Immobilienkauf ohne Eigenkapital für den Kaufpreis nicht möglich sei. Gleichzeitig wollten sie nicht weitere fünf bis acht Jahre sparen und in dieser Zeit weiterhin Miete zahlen.

Die entscheidende Frage lautete deshalb: Ist eine Finanzierung des vollständigen Kaufpreises trotz fehlenden Eigenkapitals realistisch und dauerhaft tragbar?

Unsere Analyse

Im Mittelpunkt stand nicht die Höhe des Sparguthabens, sondern die wirtschaftliche Gesamtsituation.

Die Haushaltsrechnung zeigte nach Abzug aller laufenden Ausgaben einen deutlichen monatlichen Überschuss. Beide Arbeitsverhältnisse bestanden seit mehreren Jahren, die Einkommen waren stabil und die Immobilie entsprach hinsichtlich Lage und Kaufpreis dem regionalen Markt.

Da die Erwerbsnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlt werden konnten, musste lediglich der Kaufpreis finanziert werden.

Die Finanzierungslösung

Für den Immobilienerwerb wurde eine 100-%-Finanzierung des Kaufpreises aufgebaut.

Besonderes Augenmerk lag auf einer langfristigen Zinssicherheit, einer soliden Tilgung und vertraglich vereinbarten Sondertilgungsmöglichkeiten. Dadurch blieb die Finanzierung auch bei zukünftigen Einkommenssteigerungen flexibel.

Gleichzeitig achtete die Finanzierungsplanung darauf, dass die monatliche Rate dauerhaft in das Haushaltsbudget passte und weiterhin ausreichend finanzieller Spielraum vorhanden blieb.

Das Ergebnis

Nur wenige Wochen nach der Finanzierungszusage konnte der Kaufvertrag beurkundet werden.

Die monatliche Finanzierungsrate lag in einer Größenordnung, die nur geringfügig über der bisherigen Warmmiete lag. Statt weiterhin in eine Mietwohnung zu investieren, baut das Ehepaar nun Schritt für Schritt Vermögen in der eigenen Immobilie auf.

Was andere daraus lernen können

Nicht immer entscheidet die Höhe des Eigenkapitals darüber, ob eine Immobilienfinanzierung möglich ist.

Wer über ein stabiles Einkommen, eine solide Haushaltsrechnung und eine werthaltige Immobilie verfügt, sollte seine Möglichkeiten individuell prüfen lassen. Pauschale Aussagen wie „Ohne 20 Prozent Eigenkapital geht nichts“ treffen in der Praxis nicht auf jede Finanzierung zu.

Häufige Fragen

### Ist eine 100-%-Finanzierung des Kaufpreises möglich?

Ja. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der vollständige Kaufpreis finanziert werden. Entscheidend sind Bonität, Einkommen, Haushaltsrechnung und die Werthaltigkeit der Immobilie.

### Müssen die Erwerbsnebenkosten selbst bezahlt werden?

Das hängt von der individuellen Finanzierung ab. In diesem Praxisfall wurden die Nebenkosten vollständig aus Eigenmitteln bezahlt.

### Ist eine 100-%-Finanzierung automatisch teurer?

Die Finanzierung wird immer individuell geplant. Wichtig ist, dass die monatliche Belastung langfristig tragbar bleibt und ausreichend finanzielle Reserven bestehen.

### Für wen eignet sich eine solche Finanzierung?

Vor allem für Käufer mit stabilem Einkommen, guter Bonität und fehlendem Eigenkapital für den Kaufpreis kann eine individuelle Prüfung sinnvoll sein.

Fazit

Auch ohne Eigenkapital für den Kaufpreis kann der Traum vom Eigenheim erreichbar sein. Entscheidend ist eine Finanzierung, die zur persönlichen Lebenssituation passt und langfristig sicher tragbar bleibt.

Dieser Praxisfall zeigt, dass eine sorgfältige Analyse oft deutlich mehr Möglichkeiten eröffnet, als viele Kaufinteressenten zunächst vermuten.

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Anonymisierter Einzelfall, keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · Beratung kostenlos · Provision von der Bank · §34i GewO · keine Rechts- oder Steuerberatung · keine Finanzierungszusage; Konditionen abhängig von Bonität, Beleihung und Bank