Praxisbericht · Ärzte · Zahnarzt · Denkmal

Die Praxis nicht für eine Immobilie leerziehen

Ein Zahnarzt wollte eine Denkmalwohnung als Kapitalanlage kaufen, ohne die Liquidität seiner Praxis anzutasten. Genau darauf kam es bei der Finanzierung an.

Typischer, anonymisierter Praxisfall. Personen, Orte und einzelne Finanzierungsdaten wurden zum Schutz der Privatsphäre angepasst. Der Ablauf entspricht einer typischen Beratungssituation bei Finanzierungen für Ärztinnen und Ärzte.

„Wenn Sie mehr Eigenkapital einsetzen, bekommen Sie problemlos den Kredit.“

Der Vorschlag der Bank war gut gemeint.

Für den Zahnarzt kam er trotzdem nicht infrage.

Er hatte seine Praxis in den vergangenen Jahren kontinuierlich modernisiert.

Neue Behandlungseinheiten.

Digitales Röntgen.

Intraoralscanner.

Für die kommenden Jahre plante er weitere Investitionen.

Deshalb wollte er eines auf keinen Fall:

Seine Praxis wegen einer privaten Kapitalanlage finanziell ausbremsen.

Vermögen aufbauen – ohne die Praxis zu belasten

Seit über zehn Jahren war der Zahnarzt selbstständig.

Die Praxis entwickelte sich hervorragend.

Parallel wollte er beginnen, außerhalb seines Unternehmens Vermögen aufzubauen.

Seine Wahl fiel auf eine hochwertig sanierte Denkmalwohnung.

Nicht wegen kurzfristiger Gewinne.

Sondern weil Lage, Bauqualität und langfristige Vermietbarkeit überzeugten.

Die Eckdaten

  • Kaufpreis: 438.000 Euro
  • Eigenkapital: 64.000 Euro
  • Finanzierung: rund 90 % des Kaufpreises
  • Kaufnebenkosten: vollständig aus Eigenmitteln

Die übrige Liquidität sollte bewusst im Unternehmen verbleiben.

Die erste Bank verstand die Strategie nicht

Der Berater blickte auf das Geschäftskonto.

„Sie könnten doch deutlich mehr Eigenkapital einsetzen.“

Das stimmte.

Rechnerisch.

Wirtschaftlich sah der Zahnarzt die Situation anders.

Jeder Euro, der in der Praxis investiert wurde, erwirtschaftete langfristig Erträge.

Die Praxis war sein wichtigstes Unternehmen.

Die Immobilie sollte dieses Vermögen ergänzen – nicht ersetzen.

Warum die Denkmalwohnung?

Viele Anleger entscheiden sich ausschließlich nach dem Kaufpreis.

Der Zahnarzt betrachtete die Immobilie deutlich umfassender.

Ausschlaggebend waren:

  • hervorragende Innenstadtlage,
  • hochwertige Sanierung,
  • langfristige Vermietbarkeit,
  • begrenztes Angebot vergleichbarer Wohnungen,
  • nachhaltige Wertentwicklung.

Steuerliche Aspekte spielten ebenfalls eine Rolle, waren jedoch nicht der ausschlaggebende Kaufgrund.

Die Analyse

Die wirtschaftliche Gesamtsituation überzeugte.

Die Praxis erwirtschaftete seit Jahren stabile Überschüsse.

Private Rücklagen waren vorhanden.

Zusätzlich verfügte der Käufer über ein Wertpapierdepot.

Die Finanzierung der Wohnung war langfristig problemlos tragbar.

Gleichzeitig blieb ausreichend Liquidität für zukünftige Investitionen in der Praxis erhalten.

Die Finanzierung

Nach vollständiger Darstellung der privaten und unternehmerischen Situation erfolgte die Zusage.

Die Denkmalwohnung wurde mit rund 90 Prozent des Kaufpreises finanziert.

Die Kaufnebenkosten zahlte der Käufer selbst.

Die Liquiditätsreserven der Praxis blieben vollständig erhalten.

Drei Jahre später

Die Wohnung ist dauerhaft vermietet.

Parallel wurde die Zahnarztpraxis weiter modernisiert.

Rückblickend bezeichnet der Käufer genau diese Entscheidung als den größten Vorteil.

Er musste sich nie zwischen Praxis und Vermögensaufbau entscheiden.

Beides war gleichzeitig möglich.

Was andere Zahnärzte daraus lernen können

Viele Praxisinhaber verfügen über erhebliche Vermögenswerte, die im Unternehmen gebunden sind.

Gerade deshalb entscheiden sich viele bewusst gegen einen hohen Eigenkapitaleinsatz bei privaten Immobilien.

Eine Finanzierung kann helfen, unternehmerische Liquidität zu erhalten und dennoch langfristig privates Vermögen aufzubauen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Können Zahnärzte Kapitalanlagen finanzieren?
Ja. Viele Banken begleiten entsprechende Finanzierungen.
Ist eine Denkmalwohnung schwieriger zu finanzieren?
Sie wird individuell bewertet. Entscheidend sind Objektqualität, Bonität und Finanzierungskonzept.
Warum setzen manche Praxisinhaber bewusst wenig Eigenkapital ein?
Um Investitionen und Liquidität im Unternehmen nicht einzuschränken.
Sind 90-%-Finanzierungen auch für Selbstständige möglich?
Unter den passenden Voraussetzungen können auch hohe Beleihungen umgesetzt werden.
Sollte die Praxis oder die Immobilie Vorrang haben?
Das hängt von der individuellen Vermögensstrategie ab. Viele Unternehmer möchten beide Bereiche parallel entwickeln.

Fazit

Dieser Praxisfall zeigt, dass eine erfolgreiche Praxis und privater Vermögensaufbau keine Gegensätze sein müssen.

Wer seine Liquidität strategisch einsetzt und Immobilien als langfristige Ergänzung zum Unternehmensvermögen versteht, kann auch mit einer 90-%-Finanzierung den Grundstein für ein privates Immobilienportfolio legen.

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