Nach dem Eigenheim der Schritt zum Immobilienvermögen
Eine Kinderärztin hatte ihr Eigenheim bereits finanziert und wollte nun ein Immobilienvermögen aufbauen. Die bestehende Finanzierung war dabei kein Hindernis.
„Sie haben doch gerade erst Ihr Eigenheim finanziert. Warum jetzt schon die nächste Immobilie?“
Diese Frage hörte die Kinderärztin gleich mehrfach.
Vor drei Jahren hatte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann ein Einfamilienhaus gekauft.
Die Finanzierung lief planmäßig.
Beide waren beruflich etabliert.
Die Familie war angekommen.
Viele hätten sich an dieser Stelle zurückgelehnt.
Die Ärztin hatte jedoch ein anderes Ziel.
„Unser Eigenheim ist zum Wohnen da. Jetzt möchten wir Vermögen aufbauen.“
Der nächste Schritt
Die Idee entstand nicht spontan.
Über Monate beschäftigte sich das Ehepaar mit dem Thema Kapitalanlage.
Wichtig war ihnen eine Immobilie, die langfristig vermietet werden konnte und den Grundstein für weitere Investitionen legte.
Nach mehreren Besichtigungen fanden sie eine moderne Eigentumswohnung in einer wachsenden Kreisstadt.
Die Wohnung war bereits vermietet.
Die Nachfrage nach vergleichbarem Wohnraum war hoch.
Die Eckdaten
- Kaufpreis: 348.000 Euro
- Finanzierung: 100 % des Kaufpreises
- Kaufnebenkosten: vollständig aus Eigenmitteln
Das Eigenheim sollte bewusst unberührt bleiben.
Auch vorhandene Rücklagen wollten sie nicht für den Kaufpreis einsetzen.
Die erste Reaktion der Bank
Der Berater blickte zunächst auf die bestehende Baufinanzierung.
„Sie haben bereits eine Immobilienfinanzierung laufen.“
Für viele Kreditnehmer wäre das tatsächlich ein Hindernis.
Bei der Familie ergab sich jedoch ein anderes Bild.
Beide verfügten über sichere Einkommen.
Die Rate für das Eigenheim wurde seit Jahren problemlos bedient.
Zusätzlich blieb nach allen laufenden Ausgaben ein deutlicher monatlicher Überschuss.
Die wirtschaftliche Analyse
Die Haushaltsrechnung zeigte eine komfortable Situation.
Berücksichtigt wurden:
- Einkommen beider Ehepartner,
- bestehende Eigenheimfinanzierung,
- Rücklagen,
- Lebenshaltungskosten,
- zu erwartende Mieteinnahmen,
- langfristige Finanzierungsplanung.
Die Kapitalanlage stellte die wirtschaftliche Stabilität der Familie nicht infrage.
Im Gegenteil.
Sie ergänzte die Vermögensstrategie sinnvoll.
Warum eine 100-%-Finanzierung?
Die Familie entschied sich bewusst gegen einen hohen Eigenkapitaleinsatz.
Die vorhandenen Rücklagen sollten erhalten bleiben.
Zum einen als Sicherheit.
Zum anderen für zukünftige Investitionen.
Das Ziel war nicht der Kauf einer einzelnen Wohnung.
Das Ziel war der schrittweise Aufbau eines kleinen Immobilienportfolios.
Die Finanzierung
Nach vollständiger Prüfung erfolgte die Zusage.
Der Kaufpreis wurde vollständig finanziert.
Die Kaufnebenkosten brachte die Familie aus eigenen Mitteln auf.
Die Liquiditätsreserven blieben nahezu vollständig erhalten.
Vier Jahre später
Das Eigenheim wird weiterhin selbst genutzt.
Die Eigentumswohnung ist dauerhaft vermietet.
Inzwischen prüft die Familie den Kauf einer zweiten Kapitalanlage.
Der Vermögensaufbau erfolgt Schritt für Schritt – ohne die Sicherheit des Eigenheims zu gefährden.
Was andere Ärzte daraus lernen können
Ein Eigenheim und Kapitalanlagen schließen sich nicht aus.
Viele Ärztinnen und Ärzte beginnen erst nach dem Hauskauf mit dem gezielten Aufbau eines Immobilienvermögens.
Entscheidend ist eine Finanzierung, die langfristig tragfähig bleibt und genügend finanziellen Spielraum lässt.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich trotz bestehender Eigenheimfinanzierung eine Kapitalanlage erwerben?
Ist eine 100-%-Finanzierung für eine Kapitalanlage möglich?
Müssen Kaufnebenkosten selbst bezahlt werden?
Werden Mieteinnahmen berücksichtigt?
Lässt sich auf diese Weise ein Immobilienportfolio aufbauen?
Fazit
Dieser Praxisfall zeigt, dass der Vermögensaufbau nicht mit dem Kauf eines Eigenheims endet.
Für viele Ärztinnen und Ärzte beginnt genau dann die nächste Phase: der systematische Aufbau eines Immobilienportfolios.
Eine 100-%-Finanzierung des Kaufpreises kann dabei helfen, Liquidität zu erhalten und gleichzeitig langfristig Vermögen mit Wohnimmobilien aufzubauen.
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