Praxisbericht · Ärzte · Gemeinschaftspraxis

Zwei Ärzte, eine Praxis — und zwei Kapitalanlagen zugleich

Zwei Partner einer Gemeinschaftspraxis wollten parallel je eine Kapitalanlage erwerben. Ihre Einkommensstruktur machte die Finanzierung besonders.

Typischer, anonymisierter Praxisfall. Personen, Orte und einzelne Finanzierungsdaten wurden zum Schutz der Privatsphäre angepasst. Der Ablauf entspricht einer typischen Beratungssituation bei Finanzierungen für Ärztinnen und Ärzte.

„Sie haben gerade mehrere Hunderttausend Euro in Ihre Praxis investiert – und möchten jetzt zusätzlich zwei Wohnungen kaufen?“

Der Firmenkundenberater schaute die beiden Ärzte überrascht an.

Vor wenigen Monaten hatten sie gemeinsam eine internistische Gemeinschaftspraxis übernommen.

Neue Medizintechnik.

Umbauten.

Digitalisierung.

Allein dafür war ein hoher Betrag investiert worden.

Nun wollten sie zusätzlich privat Vermögen aufbauen.

Nicht irgendwann.

Sondern sofort.

Die Strategie war von Anfang an klar

Die beiden Mediziner kannten viele Kolleginnen und Kollegen, die fast ihr gesamtes Vermögen ausschließlich in der eigenen Praxis aufgebaut hatten.

Sie wollten bewusst einen anderen Weg gehen.

Die Praxis sollte Einkommen erwirtschaften.

Die Immobilien sollten langfristig Vermögen aufbauen.

Beides sollte unabhängig voneinander funktionieren.

Die Gelegenheit

Ein Bauträger bot zwei nahezu identische Eigentumswohnungen in derselben Wohnanlage an.

Beide Wohnungen waren als Kapitalanlage konzipiert.

Die Lage überzeugte.

Die Nachfrage nach Mietwohnungen war hoch.

Die Wohnungen konnten gleichzeitig erworben werden.

Die Eckdaten:

  • Wohnung 1: 312.000 Euro
  • Wohnung 2: 318.000 Euro
  • Gesamtkaufpreis: 630.000 Euro
  • Finanzierung: 100 % des Kaufpreises
  • Kaufnebenkosten: vollständig aus Eigenmitteln

Warum die ersten Banken zögerten

Nicht wegen der Ärzte.

Nicht wegen der Wohnungen.

Sondern wegen der zeitlichen Überschneidung.

Praxisübernahme.

Praxisdarlehen.

Zusätzlich zwei private Kapitalanlagen.

Mehrere Banken betrachteten ausschließlich die bestehenden Verbindlichkeiten.

Die langfristige Strategie blieb dagegen nahezu unberücksichtigt.

Die wirtschaftliche Analyse

Bei genauer Betrachtung zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild.

Beide Ärzte verfügten über langfristig ausgezeichnete Einkommensperspektiven.

Die Praxis entwickelte sich besser als geplant.

Die privaten Lebenshaltungskosten waren überschaubar.

Zusätzlich standen ausreichende Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben zur Verfügung.

Auch die beiden Wohnungen überzeugten.

Sie lagen in einer wachsenden Universitätsstadt.

Beide Einheiten ließen sich unmittelbar nach Fertigstellung vermieten.

Warum bewusst 100 Prozent?

Die Ärzte hätten Eigenkapital einsetzen können.

Sie entschieden sich bewusst dagegen.

Jeder zusätzliche Euro sollte zunächst der Praxis zur Verfügung stehen.

Neue Behandlungseinheiten.

Digitalisierung.

Mitarbeiter.

Fortbildungen.

Die Immobilien sollten den Vermögensaufbau übernehmen.

Die Praxis sollte weiter wachsen.

Die Finanzierung

Nach einer vollständigen Analyse der privaten und beruflichen Situation erfolgte die Zusage.

Beide Wohnungen wurden gemeinsam mit 100 Prozent des Kaufpreises finanziert.

Die Kaufnebenkosten wurden aus Eigenmitteln bezahlt.

Die Liquidität der Praxis blieb vollständig erhalten.

Fünf Jahre später

Die Praxis beschäftigt inzwischen doppelt so viele Mitarbeiter wie zum Zeitpunkt der Übernahme.

Beide Wohnungen sind dauerhaft vermietet.

Rückblickend bezeichnen die Ärzte genau diese Entscheidung als einen der wichtigsten Bausteine ihres Vermögensaufbaus.

Sie mussten sich nie zwischen Praxiswachstum und Immobilien entscheiden.

Beides konnte parallel wachsen.

Was andere Ärzte daraus lernen können

Viele Praxisinhaber investieren verständlicherweise zunächst in ihr Unternehmen.

Dennoch muss privater Vermögensaufbau nicht warten.

Unter den passenden Voraussetzungen lassen sich Praxisentwicklung und Immobilieninvestitionen miteinander verbinden.

Entscheidend ist eine Finanzierung, die langfristig tragfähig bleibt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Können Ärzte trotz Praxisdarlehen private Kapitalanlagen finanzieren?
Ja. Entscheidend ist die wirtschaftliche Gesamtsituation.
Sind 100-%-Finanzierungen auch bei mehreren Wohnungen möglich?
Unter den passenden Voraussetzungen kann auch der vollständige Kaufpreis finanziert werden.
Müssen Kaufnebenkosten selbst bezahlt werden?
In vielen Fällen werden diese aus Eigenmitteln übernommen.
Werden zukünftige Praxiseinnahmen berücksichtigt?
Banken betrachten regelmäßig die wirtschaftliche Entwicklung und Tragfähigkeit des Gesamtkonzepts.
Ist der gleichzeitige Kauf mehrerer Wohnungen sinnvoll?
Das hängt von der persönlichen Vermögensstrategie und der wirtschaftlichen Situation ab.

Fazit

Dieser Praxisfall zeigt, dass Praxisaufbau und privater Vermögensaufbau keine Gegensätze sein müssen.

Wer Liquidität bewusst im Unternehmen hält und Wohnimmobilien als langfristige Ergänzung versteht, kann auch mit einer 100-%-Finanzierung ein solides Immobilienportfolio aufbauen, ohne das Wachstum der eigenen Praxis zu bremsen.

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