"Ihr Einkommen ist hervorragend – trotzdem können wir Sie leider nicht finanzieren."
Mit diesen Worten endete das Beratungsgespräch bei der zweiten Bank.
Information
Für Herrn M. war das kaum nachvollziehbar.
Seit über zwölf Jahren arbeitete er als Maschinenbauingenieur in Zürich. Sein Gehalt lag deutlich über dem Durchschnitt, sein Arbeitsvertrag war unbefristet und Eigenkapital hatte er ebenfalls angespart.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau wollte er im Raum Freiburg ein Einfamilienhaus kaufen.
Die Finanzierung schien eigentlich Formsache zu sein.
Doch zwei Banken lehnten den Antrag ab.
Nicht wegen des Einkommens.
Sondern wegen des Einkommens aus der Schweiz.
Der Traum vom Eigenheim in Deutschland
Die Familie lebte weiterhin in Deutschland.
Jeden Morgen fuhr Herr M. über die Grenze zu seinem Arbeitgeber in Zürich.
Sein Einkommen erhielt er in Schweizer Franken.
Seine Ehefrau arbeitete in Teilzeit bei einem deutschen Unternehmen.
Nach mehreren Jahren des Sparens fand die Familie schließlich das passende Haus.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Kaufpreis: 685.000 Euro
- Eigenkapital: 185.000 Euro
- Finanzierungsbedarf: 545.000 Euro
Die monatliche Belastung war problemlos tragbar.
Dennoch verliefen die ersten Bankgespräche enttäuschend.
Warum Schweizer Einkommen für manche Banken schwierig sind
Viele Kreditinstitute finanzieren Grenzgänger grundsätzlich.
Andere tun es nur eingeschränkt.
Der Grund liegt nicht in der Bonität des Kunden.
Entscheidend sind häufig interne Vorgaben.
Schweizer Einkommen bedeuten für Banken unter anderem:
- Wechselkursrisiken
- andere Sozialversicherungssysteme
- abweichende Lohnabrechnungen
- unterschiedliche steuerliche Regelungen
- zusätzlicher Prüfungsaufwand
Einige Banken möchten dieses Risiko grundsätzlich vermeiden.
Andere verfügen dagegen über spezialisierte Kreditabteilungen, die solche Fälle regelmäßig bearbeiten.
Die eigentliche Stärke lag im Gesamtbild
Bei der Analyse zeigte sich schnell, dass die wirtschaftliche Situation ausgesprochen solide war.
Herr M. verfügte über einen langfristigen Arbeitsvertrag.
Sein Arbeitgeber gehörte zu einem international tätigen Industriekonzern.
Die Eigenkapitalquote lag deutlich über dem Durchschnitt.
Darüber hinaus bestanden ausreichende Rücklagen für Modernisierungen und unvorhergesehene Ausgaben.
Auch die Haushaltsrechnung zeigte selbst bei konservativer Kalkulation einen komfortablen finanziellen Spielraum.
Das Problem war also nicht die Finanzierung.
Das Problem war die Wahl der falschen Banken.
Die passende Finanzierungsstrategie
Anstatt weitere Standardanfragen zu stellen, wurde gezielt nach Banken gesucht, die regelmäßig Finanzierungen mit Schweizer Einkommen begleiten.
Bereits vor Einreichung wurden sämtliche Besonderheiten erläutert.
Dazu gehörten:
- Einkommen in Schweizer Franken
- Arbeitgeber in der Schweiz
- steuerliche Situation
- Grenzgängerstatus
- Wechselkursbetrachtung
- Eigenkapitalnachweis
Durch diese Vorbereitung konnten Rückfragen der Bank bereits im Vorfeld beantwortet werden.
Nach kurzer Zeit erfolgte die Finanzierungszusage.
Die Finanzierung
Die Finanzierung wurde langfristig und konservativ aufgebaut.
Dabei blieb ein Teil des Eigenkapitals bewusst als Reserve erhalten.
Gerade bei Immobilienkäufen empfiehlt es sich, nicht sämtliche verfügbaren Mittel einzusetzen.
So bleibt genügend finanzieller Spielraum für Modernisierungen oder unerwartete Kosten.
Die Familie konnte den Kauf des Hauses wie geplant abschließen.
Warum dieser Fall typisch ist
Grenzgänger gehören seit Jahren zu den wirtschaftlich besonders starken Kundengruppen.
Dennoch erleben viele Antragsteller zunächst mehrere Absagen.
Nicht weil ihre finanzielle Situation problematisch wäre.
Sondern weil einzelne Banken keine geeigneten Prozesse für Einkommen aus der Schweiz eingerichtet haben.
Wer sich davon nicht entmutigen lässt und gezielt Institute anspricht, die über entsprechende Erfahrung verfügen, hat häufig sehr gute Finanzierungschancen.
Was andere Grenzgänger daraus lernen können
Eine Bankabsage sagt oft mehr über die Kreditrichtlinien der Bank aus als über die Bonität des Antragstellers.
Gerade Einkommen aus der Schweiz werden von Banken sehr unterschiedlich bewertet.
Deshalb lohnt es sich, frühzeitig auf Finanzierungspartner zu setzen, die regelmäßig mit Grenzgängern zusammenarbeiten.
Das spart Zeit, unnötige Ablehnungen und oftmals auch bessere Finanzierungsmöglichkeiten.
Häufige Fragen
Kann Einkommen in Schweizer Franken vollständig berücksichtigt werden?
Benötige ich einen deutschen Arbeitsvertrag?
Muss ich in Deutschland wohnen?
Welche Unterlagen verlangen Banken besonders häufig?
Sind die Zinsen höher als bei einem deutschen Einkommen?
Fazit
Einkommen aus der Schweiz gehören heute für viele Banken zum Alltag.
Trotzdem unterscheiden sich die internen Kreditrichtlinien erheblich.
Während einige Institute solche Finanzierungen pauschal ablehnen, verfügen andere über langjährige Erfahrung mit Grenzgängern und internationalen Einkommensstrukturen.
Wer die richtige Bank auswählt und seine Finanzierung sorgfältig vorbereitet, hat auch mit Schweizer Einkommen sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Immobilienfinanzierung in Deutschland.
Ähnliche Situation? Sprechen wir darüber.
Jeder Fall mit Auslandsbezug ist eigen. In einem kostenlosen Erstgespräch sage ich Ihnen ehrlich, was machbar ist und welche Bank dazu passt.
Kostenloses Beratungsgespräch buchenAnonymisierter Einzelfall, keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · Beratung kostenlos · Provision von der Bank · §34i GewO · keine Rechts- oder Steuerberatung · keine Finanzierungszusage; Konditionen abhängig von Bonität, Beleihung und Bank