„Wir haben genug Eigenkapital. Warum behandelt uns jede Bank wie ein Risiko?“
Diese Frage stellte der Familienvater nach der dritten Absage.
Information
Er war Bauingenieur, seine Ehefrau Ärztin.
Beide hatten sich nach Jahren intensiver Vorbereitung entschieden, mit ihren Kindern dauerhaft nach Deutschland auszuwandern.
Ein Krankenhaus in Baden-Württemberg hatte der Ehefrau bereits eine unbefristete Stelle angeboten.
Der Ehemann wechselte zu einem internationalen Ingenieurbüro.
Die Finanzierung des Eigenheims schien nur noch Formsache zu sein.
Doch genau dort begannen die Probleme.
Das Haus war gefunden
Nach mehreren Wochen der Suche entschied sich die Familie für ein Einfamilienhaus am Stadtrand von Karlsruhe.
Nicht luxuriös.
Aber genau das Zuhause, das sie gesucht hatten.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Kaufpreis: 624.000 Euro
- Eigenkapital: 224.000 Euro
- Finanzierungsbedarf: 450.000 Euro
Beide verfügten über sichere Arbeitsplätze.
Das Eigenkapital war vollständig vorhanden.
Trotzdem erhielt die Familie innerhalb kurzer Zeit drei Absagen.
Die Bank stellte eine ganz andere Frage
Nicht das Einkommen stand im Mittelpunkt.
Auch nicht die Immobilie.
Die Kreditabteilung wollte wissen:
Wie gelangte das Eigenkapital nach Deutschland?
Ein erheblicher Teil des Vermögens stammte aus dem Verkauf des Eigenheims in Kapstadt.
Weitere Mittel kamen aus langfristigen Wertpapieranlagen.
Für die Familie war das selbstverständlich.
Für die Bank musste jedoch jeder größere Vermögenszufluss nachvollziehbar dokumentiert werden.
Mehr Dokumentation als erwartet
Gemeinsam wurden sämtliche Unterlagen aufgearbeitet.
Dazu gehörten unter anderem:
- Kaufvertrag der ehemaligen Immobilie
- Verkaufsabrechnung
- Kontoauszüge
- Nachweise über den internationalen Geldtransfer
- Vermögensübersicht
- Arbeitsverträge in Deutschland
- Eigenkapitalnachweise
Dadurch konnte die Herkunft sämtlicher Eigenmittel lückenlos nachvollzogen werden.
Die entscheidende Veränderung
Anstatt die Unterlagen Stück für Stück nachzureichen, erhielt die finanzierende Bank von Beginn an eine vollständige Dokumentation.
Die Rückfragen reduzierten sich erheblich.
Bereits wenige Tage nach Abschluss der Prüfung erfolgte die Finanzierungszusage.
Der Notartermin konnte wie geplant stattfinden.
Ein neuer Lebensabschnitt
Heute lebt die Familie im eigenen Haus.
Die Kinder besuchen eine deutsche Schule.
Beide Eltern arbeiten inzwischen in ihren neuen Berufen.
Rückblickend war nicht die Finanzierung die größte Herausforderung.
Sondern die Annahme, dass deutsche Banken internationale Vermögensstrukturen automatisch verstehen würden.
Was andere Einwanderer daraus lernen können
Wer Vermögen aus dem Ausland nach Deutschland überträgt, sollte sämtliche Nachweise frühzeitig zusammenstellen.
Gerade bei größeren Eigenkapitalbeträgen verlangen Banken häufig eine lückenlose Dokumentation.
Das ist kein Misstrauen.
Sondern Bestandteil gesetzlicher Prüfungs- und Dokumentationspflichten.
Häufig gestellte Fragen
Können Familien aus Südafrika ein Eigenheim in Deutschland finanzieren?
Muss die Herkunft des Eigenkapitals nachgewiesen werden?
Ist fehlende SCHUFA ein Ausschlusskriterium?
Können Arbeitsverträge aus Deutschland bereits vor dem Umzug berücksichtigt werden?
Können selbstgenutzte Einfamilienhäuser finanziert werden?
Fazit
Dieser Praxisfall zeigt, dass internationale Umzüge sorgfältige Vorbereitung erfordern.
Nicht die Herkunft der Familie war das Problem.
Entscheidend war die nachvollziehbare Dokumentation von Vermögen, Eigenkapital und zukünftiger Einkommenssituation.
Wer diese Unterlagen frühzeitig vorbereitet, schafft beste Voraussetzungen für den erfolgreichen Kauf eines Eigenheims in Deutschland.
Ähnliche Situation? Sprechen wir darüber.
Jeder Fall mit Auslandsbezug ist eigen. In einem kostenlosen Erstgespräch sage ich Ihnen ehrlich, was machbar ist und welche Bank dazu passt.
Kostenloses Beratungsgespräch buchenAnonymisierter Einzelfall, keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · Beratung kostenlos · Provision von der Bank · §34i GewO · keine Rechts- oder Steuerberatung · keine Finanzierungszusage; Konditionen abhängig von Bonität, Beleihung und Bank