"Sie möchten in Deutschland wohnen – aber derzeit leben Sie noch in Österreich."
Genau dieser Satz brachte die Finanzierung ins Stocken.
Information
Eine vierköpfige Familie aus Salzburg hatte beschlossen, den Lebensmittelpunkt nach Bayern zu verlegen. Die Kinder sollten in Deutschland zur Schule gehen, der Arbeitsplatz des Familienvaters befand sich bereits seit Jahren in Rosenheim.
Nur der Wohnsitz lag noch in Österreich.
Ein Haus war gefunden.
Der Kaufvertrag war vorbereitet.
Und trotzdem zögerte die erste Bank.
Der Traum vom Eigenheim
Seit Jahren pendelte der Familienvater täglich über die Grenze.
Die Mutter arbeitete überwiegend im Homeoffice für ein österreichisches Unternehmen.
Nach langer Suche fand die Familie ein modernes Einfamilienhaus im Landkreis Rosenheim.
Die Eckdaten:
- Kaufpreis: 698.000 Euro
- Eigenkapital: 210.000 Euro
- Finanzierungsbedarf: 548.000 Euro
Die Finanzierung war konservativ kalkuliert.
Die monatliche Rate lag deutlich unter der bisherigen Warmmiete.
Eigentlich sprach alles für eine Zusage.
Warum die Bank zögerte
Nicht das Einkommen war das Problem.
Auch nicht das Eigenkapital.
Die Bank wollte wissen, wann der Wohnsitz tatsächlich nach Deutschland verlegt werden sollte.
Wie lange bestand der Arbeitsvertrag?
Bleibt das Einkommen in Österreich?
Werden beide künftig in Deutschland steuerpflichtig?
Welche Adresse gilt nach dem Kauf?
Für die Familie waren diese Fragen überraschend.
Aus ihrer Sicht stand die Entscheidung längst fest.
Für die Bank musste sie jedoch nachvollziehbar dokumentiert werden.
Die wirtschaftliche Situation
Bei genauer Prüfung zeigte sich eine ausgesprochen stabile Ausgangslage.
Der Familienvater war seit über acht Jahren unbefristet beschäftigt.
Die Ehefrau verfügte über ein regelmäßiges Einkommen.
Zusätzlich bestanden:
- keine Konsumentenkredite
- ausreichende Liquiditätsreserven
- solide Eigenkapitalbasis
- positive Haushaltsrechnung
Auch die Immobilie überzeugte.
Das Haus befand sich in einem gepflegten Wohngebiet mit nachhaltiger Wertentwicklung.
Die Lösung
Entscheidend war nicht die Suche nach einer anderen Immobilie.
Entscheidend war eine bessere Darstellung der Gesamtsituation.
Der geplante Umzug wurde nachvollziehbar dokumentiert.
Zusätzlich wurden Arbeitsverhältnisse, Einkommensentwicklung und Eigenkapital vollständig erläutert.
Damit erhielt die Bank die notwendige Planungssicherheit.
Nach Abschluss der Prüfung erfolgte die Finanzierungszusage.
Das Ergebnis
Der Kauf konnte wie geplant abgeschlossen werden.
Wenige Monate später zog die Familie in ihr neues Zuhause ein.
Die Kinder wechselten auf eine Schule in Bayern.
Der tägliche Arbeitsweg verkürzte sich erheblich.
Für die Familie war der Immobilienkauf gleichzeitig der Beginn eines neuen Lebensabschnitts.
Was dieser Praxisfall zeigt
Grenzüberschreitende Umzüge gehören heute längst zum Alltag.
Dennoch unterscheiden Banken sehr genau zwischen einem geplanten und einem bereits vollzogenen Wohnsitzwechsel.
Je klarer die zukünftige Lebenssituation dokumentiert wird, desto einfacher lässt sich eine Finanzierung häufig beurteilen.
Häufig gestellte Fragen
Können Familien mit Wohnsitz in Österreich ein Haus in Deutschland finanzieren?
Muss der Wohnsitz bereits in Deutschland sein?
Können Einkommen aus Österreich berücksichtigt werden?
Ist Eigenkapital erforderlich?
Wie lange dauert die Prüfung?
Fazit
Dieser Praxisfall zeigt, dass ein Wohnsitz im Ausland nicht automatisch gegen eine Immobilienfinanzierung in Deutschland spricht.
Entscheidend ist, dass Banken die persönliche und wirtschaftliche Gesamtsituation nachvollziehen können.
Wer seinen geplanten Umzug, seine Einkommensverhältnisse und seine Finanzierung strukturiert vorbereitet, schafft beste Voraussetzungen für den erfolgreichen Kauf eines Eigenheims in Deutschland.
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Kostenloses Beratungsgespräch buchenAnonymisierter Einzelfall, keine zusicherungsfähige Aussage für andere Vorhaben · Beratung kostenlos · Provision von der Bank · §34i GewO · keine Rechts- oder Steuerberatung · keine Finanzierungszusage; Konditionen abhängig von Bonität, Beleihung und Bank